Der Onlinehändler windeln.de will mit Hilfe einer neuen Finanzierung von namhaften Investoren weiter wachsen.

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19.01.15
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Bekannte Investoren steigen bei windeln.de ein

Von Anna Wulf

Der deutsche Onlinehändler windeln.de hat über 45 Millionen Euro von namhaften Finanzinvestoren eingesammelt. Unter anderem untermauerte die Deutsche Bank ihr Engagement bei dem Münchner Unternehmen.

Der auf Babyprodukte spezialisierte Onlinehändler windeln.de hat im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde über 45 Millionen Euro von bekannten Investoren eingeworben. Das Unternehmen teilte mit, dass sich Goldman Sachs, die Deutsche Bank, DN Capital, MCI Management und 360 Capital Partners an der Finanzierungsrunde beteiligt haben.

Einige der Investoren vertrauen dem Münchner Onlinehändler schon länger. Dazu zählt die Deutsche Bank. Diese hatte windeln.de bereits im Mai vergangenen Jahres zusammen mit anderen internationalen Investoren rund 15 Millionen Euro Wachstumskapital zur Verfügung gestellt.

DN Capital bleibt Windeln.de treu

Die Umsätze von windeln.de, die sich nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr nahezu verdoppelten und rund 130 Millionen Euro erreichten, konnten auch andere Altinvestoren überzeugen, sich an der neuen Finanzierungsrunde zu beteiligen und insgesamt noch einmal das Dreifache des 2014 erreichten Finanzierungsbetrages bereitzustellen. So beteiligte sich nach Angaben von windeln.de mit DN Capital auch einer der ersten Investoren des Unternehmens erneut an der Finanzierung.

Erstmals engagiert sich Goldman Sachs bei windeln.de. Laut Unternehmensangaben setzt die Bank auf den fortschreitenden Wandel im Verbraucherverhalten hin zum Onlineeinkauf, vom dem die erst 2010 gegründete Münchner Onlineplattform windeln.de mit einer aggressiven Expansionsstrategie profitieren möchte.

Windeln.de erwägt auch Zukäufe

Nach eigenen Angaben will windeln.de mit dem frischen Kapital nicht nur die Produktpalette erweitern, sondern das Geschäft neben Deutschland, Österreich und der Schweiz auch auf andere Länder ausdehnen. Dazu zieht die Geschäftsleitung laut Pressemitteilung auch M&A-Transaktionen in Betracht, machte jedoch keine näheren Angaben zur Stoßrichtung möglicher Zukäufe.

Das Unternehmen hatte bereits 2013 erfolgreich das Geschäft auf die Schweiz und Österreich ausgedehnt und in diesem Zusammenhang zwei Schweizer Onlineanbieter für Babyartikel übernommen.

 

anna.wulf[at]finance-magazin.de