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Stada bereitet Comeback an der Börse vor

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Stada soll wieder an die Börse zurückkehren, nachdem die Private Equity Investoren Bain Capital und Cinven Stada Stada 2017 von der Börse genommen hatten. Foto: STADA Arzneimittel AG
Stada soll wieder an die Börse zurückkehren, nachdem die Private Equity Investoren Bain Capital und Cinven Stada Stada 2017 von der Börse genommen hatten. Foto: STADA Arzneimittel AG

Für Stada soll es nun doch zurück an die Börse gehen. „Wir bereiten einen Börsengang im Herbst vor, sofern die Rahmenbedingungen stimmen“, erklärte Stada-Chef Peter Goldschmidt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Anders als noch im Frühjahr sei das Umfeld an den Finanzmärkten aktuell stabiler.

Eine offizielle Ankündigung soll in naher Zukunft folgen, als wahrscheinlicher Termin für den Börsengang gilt jedoch Oktober. Bei dem Börsengang könnte Stada mit rund 10 Milliarden Euro bewertet werden.

Hin und her bei Stada-Exit

Der Arzneimittelhersteller war bis 2017 an der Börse gelistet. Damals hatten die Investoren Bain Capital und Cinven das Unternehmen aus Bad Vilbel für 5,3 Milliarden Euro erworben und anschließend von der Börse genommen. Im Herbst 2023 wurde bekannt, dass die Private-Equity-Investoren die Möglichkeiten für einen Exit bei Stada sondieren. Goldschmidt sagte, dass sowohl ein erneuter Börsengang als auch ein Verkauf an eine andere Private-Equity-Gesellschaft im Bereich des Möglichen liegen würden. Seitdem kamen immer wieder Gerüchte über einen möglichen IPO oder Verkauf auf.

Anfang dieses Jahres stand ein Börsengang im Raum – doch im Frühjahr sollen die federführenden Banken den Eigentümern geraten haben, den Börsengang aufgrund von geopolitischen Ereignissen und einem allgemein volatilen Marktumfeld zu verschieben. Im Juli 2025 kamen dann Berichte auf, dass der britische Finanzinvestor Capvest Partners an einer Übernahme von Stada interessiert sein soll. Doch das scheint nun passé.

Marktumfeld macht Börsengänge schwierig

Würde Stada der Gang aufs Parkett gelingen, wäre es damit einer der wenigen Börsengänge in Deutschland in diesem Jahr. Einzig Pfisterer ist bislang an die Börse gegangen. Unternehmen wie Autodoc und Brainlab mussten ihre geplanten Börsengänge vorerst absagen.

Gründe dafür waren bei beiden Unternehmen die derzeitigen geopolitischen Unsicherheiten und wie sich diese auf die Kapitalmärkte auswirken. Im Gespräch mit FINANCE-TV kündigte der Autodoc-CFO Lennart Schmidt aber bereits an, dass der Börsengang nur aufgeschoben sei.

Frederic Haupt ist Redakteur bei FINANCE und betreut schwerpunktmäßig die Themen Private-Equity und M&A. Er hat Journalismus und Unternehmenskommunikation an der Media University (ehemals HMKW) studiert. Nach dem Studium hat er sein Volontariat bei F.A.Z. Business Media absolviert und dabei neben FINANCE für weitere Publikationen des Verlags gearbeitet, unter anderem für die Personalwirtschaft und das Wir-Magazin.