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Die 2. Staffel Future FINANCE startet: Wie verändert die Klimakrise meine Karriere?

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Die Juristin Baro Gabbert zählt Klimaschutz, nachhaltiges Wirtschaften und Generationengerechtigkeit zu ihren Schwerpunktthemen. Foto: Lucas Wahl/Greenpeace/Montage: FINANCE
Die Juristin Baro Gabbert zählt Klimaschutz, nachhaltiges Wirtschaften und Generationengerechtigkeit zu ihren Schwerpunktthemen. Foto: Lucas Wahl/Greenpeace/Montage: FINANCE

Die Klimakrise ist längst kein reines Umweltthema mehr – sie verändert grundlegend, wie wir arbeiten, welche Unternehmen erfolgreich sind und wofür Professionals ihre Talente einsetzen wollen. In der aktuellen Folge von Future FINANCE berichtet die Juristin Baro Vicenta Ra Gabbert, Sprecherin für sozial-ökologische Gerechtigkeit bei Greenpeace Deutschland, über die Schnittstelle zwischen Klimaschutz und Karriere.

Gabbert, die während ihres Studiums die erste deutsche studentische Rechtsberatung für Klima und Recht gründete und als Sachverständige die Bundesregierung beriet, hat eine klare Botschaft: Junge Menschen wachsen heute mit einem anderen Bewusstsein für ökologische Krisen auf. Hitzesommer, Überflutungen und globale Waldbrände prägen ihr Sicherheitsgefühl – und ihre Erwartungen an Arbeitgeber.

Das Gespräch zeigt: Klimagerechtigkeit ist keine Nische mehr, sondern ein entscheidender Faktor für Arbeitgeberattraktivität, Innovationskraft und langfristigen Unternehmenserfolg.

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„Wie verändert die Klimakrise meine Karriere?“

FINANCE: Warum spielt das Thema Klimarecht und Klimagerechtigkeit gerade für die Finanzbranche eine immer größere Rolle?
Baro Gabbert: Die Finanzbranche ist essentiell für die Frage, wohin es in der Zukunft geht. Denn Unternehmen und Finanzinstitute sind dafür verantwortlich, ihre Geschäftstätigkeiten mit den planetaren Grenzen – also dem, was unsere Lebensgrundlagen aushalten – in Einklang zu bringen. Die Entscheidung, wer mit Geld oder Kreditmitteln versorgt wird, bestimmt maßgeblich, wie die Wirtschaft von morgen aussehen wird.

FINANCE: Warum legen junge Menschen heute mehr Wert auf nachhaltige Arbeitgeber?
Baro Gabbert: Grundsätzlich sehen wir, dass jüngere Menschen mit einem anderen Bewusstsein für die ökologischen Krisen unserer Zeit aufgewachsen sind. Sie haben früh Erfahrungen mit Hitzesommern, mit der Überflutung im Ahrtal und anderen unmittelbaren Ereignissen gemacht. Das prägt Menschen – sowohl ihr Sicherheitsgefühl als auch ihr Bedrohungsgefühl.

FINANCE: Welchen Karriere-Tipp würden Sie Young Professionals mitgeben?
Baro Gabbert: Ich habe zwei Tipps, einen ganz praktischen und einen etwas größer gedachten. Der erste ist: Meine Erfahrung zeigt, es steht und fällt so vieles mit den Menschen um einen herum. Sich die Menschen zu suchen, die an eine ähnliche Sache glauben und vielleicht dabei andere Fähigkeiten haben, kann wirklich große Dinge in einem selbst bewegen. Ich habe am meisten gelernt von den Menschen, mit denen ich gedacht, gelernt und gearbeitet habe. Der zweite Tipp ist: zwischendurch ausruhen. Ich glaube, das ist auch im ganz persönlichen Sinne nachhaltig, denn wenn man dauerhaft übermüdet arbeitet, kann man das nicht ewig durchhalten.

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