Aluminiumkonzern Almatis schließt US-Insolvenzverfahren ab

Artikel anhören
Artikel zusammenfassen
Teilen auf LinkedIn
Teilen per Mail
URL kopieren
Drucken

Der Frankfurter Aluminiumkonzern Almatis hat nach nur fünf Monaten das Insolvenzverfahren in den USA (“Chapter 11”) verlassen. Ein Gericht in New York habe dem Umschuldungsplan zugestimmt und der Konzern könne sich nun wieder voll auf Wachstum und die Weiterentwicklung des Geschäfts konzentrieren, erklärte Firmenchef Remco de Jong. “Wir gehen aus dem Verfahren als gestärktes Unternehmen mit deutlich geringerer Verschuldung und einem sehr starken operativen Geschäft hervor.”

 

Almatis war unter seiner Schuldenlast fast zusammengebrochen und stand kurz davor, in die Hände des Finanzinvestors Oaktree Capital zu fallen. Erst in letzter Minute hatte der bisherige Eigentümer Dubai International Capital (DIC) frisches Eigenkapital zugesichert und weitere Banken und Investoren gefunden, die rund 600 Millionen Euro an Krediten zur Verfügung stellten. Dazu zählen die zur Beteiligungsfirma Blackstone gehörende GSO Capital Partners, die Private-Equity-Firma Golden Tree und die US-Großbank JPMorgan.

 

Der Umschuldungsplan sieht vor, dass die Verbindlichkeiten von Almatis von fast einer Milliarde auf 565 Millionen Dollar reduziert werden. DIC schießt 100 Millionen Dollar neues Eigenkapital zu, muss aber 40 Prozent der Anteile an die nachrangig besicherten Kreditgeber abgeben. DIC hatte der früheren Alcoa-Tochter nach der 1,2 Milliarden Dollar schweren Übernahme 2007 eine Schuldenlast aufgebürdet, die die Gesellschaft in der Wirtschaftskrise überforderte. Almatis liefert den Rohstoff Aluminiumoxid (Tonerde) an Stahlkonzerne. Der Konzern beschäftigt rund 900 Mitarbeiter.

 

Quelle: Reuters

 

Lesen Sie hierzu auch:

Oaktree gibt Kampf um Almatis auf

Finanzinvestor Oaktree lenkt bei Almatis unter Bedingungen ein

Almatis reicht Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 ein

Almatis-Eigentümer gibt Hoffnung auf Refinanzierung nicht auf