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Bieterverfahren für Max Bahr in heißer Phase

Max Bahr

Die Globus-Gruppe, ein Konsortium um die Baumarktkette Hellweg und die Hornbach-Gruppe sind offenbar die heißesten Anwärter auf eine Übernahme der insolventen Baumarktkette Max Bahr. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, sollen mindestens 125 Märkte den Besitzer wechseln. Hornbach hat dabei nur Interesse an zehn einzelnen Märkten signalisiert, wie Unternehmenschef Albrecht Hornbach in einem Zeitungsinterview angab.

Die vorläufigen Insolvenzverwalter Christopher Seagon, Jens-Sören Schröder sowie Holger Voskuhl wollten den Bericht nicht kommentieren. Als Knackpunkt der Transaktion gilt nach wie vor die Frage, ob die Royal Bank of Scotland größere Mietkürzungen akzeptiert. Wie FINANCE berichtete, ist die RBS größter Gläubiger des Max-Bahr-Vermieters Moor Park, der bereits 2012 Insolvenz anmelden musste.

Zieht die RBS bei Max Bahr-Deal mit?

Entscheidend für das Obligo der RBS, die auch Kreditgeber von Praktiker war, ist insofern der zukünftige Bedarf an Immobilien aus dem Moorpark-Portfolio. Wichtig für den Erfolg des Verkaufsprozesses wird auch sein, inwieweit die RBS zu Mietsenkungen bereit ist, die alle Kaufinteressenten zur Bedingung für einen Deal machen dürften.

Insgesamt hat Max Bahr 132 Märkte, 54 davon wurden erst in den vergangenen 12 Monaten von Praktiker umgeflaggt. Diese schnelle Umrüstung – allein im ersten Quartal 2013 waren es 27 Märkte –  hat 16 Millionen Euro  Cash gekostet und die Praktiker-Insolvenz zumindest beschleunigt. Zuletzt war der Verkauf von Praktiker gescheitert, in den Märkten läuft der Ausverkauf.

marc-christian.ollrog[at]finance-magazin.de

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