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Enpal sammelt 110 Millionen Euro bei Investoren ein

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Die Solarfirma Enpal hat sich in einer Finanzierungsrunde frisches Kapital gesichert. Foto: Enpal
Die Solarfirma Enpal hat sich in einer Finanzierungsrunde frisches Kapital gesichert. Foto: Enpal

Enpal hat sich frisches Kapital gesichert und in einer neuen Finanzierungsrunde 110 Millionen Euro eingesammelt. Beteiligt waren dabei neben dem Bestandsinvestor TPG, der die größte Summe bereitstellte, noch weitere Investoren. Das bestätigte Enpal auf Anfrage von FINANCE. Zuerst hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet. 

Enpal ist ein deutsches Greentech-Einhorn, das zunächst Solarmodule angeboten hat, sich nun aber als Rundumanbieter für grüne Energie positioniert und unter anderem auch Wärmepumpen verkauft.

Enpal machte 2024 weniger Umsatz  

Durch den Umbau und die schwierige Marktlage war der Umsatz von Enpal im vergangenen Jahr um 5 Prozent auf 860 Millionen Euro gesunken. Im Vorjahr 2023 hatte das Unternehmen noch 905 Millionen Euro erwirtschaftet. Überdies ist der Solarhändler in die Verlustzone gerutscht. Das soll laut Enpal aber vor allem an den Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro liegen, die 2024 im Zuge des Umbaus fällig wurden.  

In diesem Jahr will das Unternehmen nun wieder wachsen und beim Umsatz die Schwelle von 1 Milliarde Euro überschreiten. Bis Ende Februar hat Enpal laut eigener Aussage einen Rekordumsatz sowie ein positives operatives Ergebnis (Ebit) verzeichnet.  

Viktor Wingert ist neuer CFO von Enpal 

Die nun abgeschlossene Finanzierungsrunde fällt zeitlich mit einem Wechsel auf dem CFO-Posten zusammen. Der bisherige Finanzchef Jochen Cassel hat das Unternehmen verlassen und ist seit Monatsanfang CFO bei dem Mode-Onlinehändler Best Secret. Den CFO-Posten bei Enpal hat Mitgründer Viktor Wingert übernommen. Dieser war bislang Chief Investment Officer. Mit dem personellen Wechsel werden nun beide Aufgabenbereiche unter der CFO-Funktion gebündelt.  

Zuletzt hatte sich Enpal Finanzierungszusagen in Gesamthöhe von rund 1,1 Milliarden Euro gesichert, um etwa 35.000 deutschen Privatkunden eine integrierte Finanzierungslösung für neue Photovoltaikanlagen und weitere Produkte im Bereich der erneuerbaren Energien anbieten zu können. Die ABS-Struktur hatte das Unternehmen vor rund einem Jahr aufgesetzt. 

Lena Scherer ist Redakteurin bei FINANCE. Sie hat Publizistik, Anglistik und Komparatistik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz studiert und nebenbei für verschiedene Redaktionen gearbeitet. Bevor sie zu FINANCE kam, war sie mehr als acht Jahre lang beim Branchen-Fachdienst buchreport aktiv, zuletzt als Co-Chefredakteurin. Dort hat sie unter anderem Marktanalysen vorgenommen sowie die Bereiche Fachinformation, Recht/Wirtschaft/Steuern und Digitales betreut.