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Finanzierungen: All for One Steeb, Deutsche Forfait, Masterflex

All for One Steeb hat erstmals ein Schuldscheindarlehen platziert
All for One Steeb

All for One Steeb mit Debütschuldschein

Der IT-Dienstleister All for One Steeb hat erstmals ein Schuldscheindarlehen platziert und dabei insgesamt 35 Millionen Euro eingesammelt. Der SAP-Komplettdienstleister nutzt damit eigenen Angaben zufolge das günstige Marktumfeld und gestiegenes Investoreninteresse. Ebenfalls vermeldete die All for One Steeb, dass die Platzierung deutlich überzeichnet gewesen sei, weshalb das ursprünglich geplante Volumen von insgesamt 30 Millionen Euro aufgestockt worden sei. Die Commerzbank und die Landesbank Baden-Württemberg haben die Emission koordiniert.

Der Schuldschein gliedert sich in drei Tranchen. Wie sich das Volumen auf die einzelnen Tranchen, die drei, fünf beziehungsweise sieben Jahre laufen, verteilen, ist nicht bekannt. Es heißt lediglich, dass der Zuteilungsschwerpunkt auf den längeren Tranchen liege. Etwa zwei Drittel des Volumens ist fest verzinst. Rund ein Drittel hat einen variablen Zinssatz. Die Kupons bewegen sich derzeit zwischen 2,6 Prozent und 4,3 Prozent. Der CFO von All for One Steeb, Stefan Land, kommentiert die Emission wie folgt: „Mit dem Schuldscheindarlehen haben wir uns günstige Konditionen zur Unternehmensfinanzierung langfristig gesichert.“ Der Konsortialkredit in Höhe von zuletzt 29 Millionen Euro, den das Unternehmen im Zuge der Akquistion von Steeb aufgenommen hat, wird mit dem Eimissionserlös nun vollständig abgelöst.

Deutsche Forfait emittiert siebenjährigen Bond

Der Spezialist für Außenhandelsfinanzierung Deutsche Forfait will eine Unternehmensanleihe in Höhe von bis zu 30 Millionen Euro begeben. Der Bond läuft sieben Jahre. Der Kupon ist auf 7,875 Prozent jährlich fixiert. Die von der Equinet Bank als Lead Manager und Bookrunner betreute Zeichnung wird voraussichtlich zwischen 21. Mai und 24. Mai 2013 über die Bühne gehen. Das Wertpapier ist in partielle Schuldverschreibungen mit einem Nennwert von jeweils 1000 Euro eingeteilt.

Die Unternehmensanleihen erhöhen den finanziellen Spielraum. Vorstandsmitglied Marina Attawar erklärt: „Mit den zusätzlichen Finanzmitteln können wir deutlich mehr Exportgeschäfte finanzieren und so unser Geschäftsvolumen von heute 68 Millionen Euro auf mittelfristig mehr als 1 Milliarde Euro ausweiten.“

Masterflex schließt neuen Kredit ab

Das mittelständische, kunststoffverarbeitende Unternehmen Masterflex hat einen neuen Konsortialkredit in Höhe von bis zu 40 Millionen Euro abgeschlossen. Das neue Darlehen ersetzt den bestehenden Konsortialkredit, der noch bis 2015 gelaufen wäre, sowie "im wesentlichen alle übrigen Kreditlinien im Masterflex-Konzern", teilte das Unternehmen mit. Der neue Kredit läuft bis Juni 2018 und ist nach Unternehmensangaben in drei Tranchen gegliedert. Die zweite Tranche ist eine Kontokorrentlinie und die dritte eine Akquisitionslinie, mit dem der Mittelständler mögliche Übernahmen im Schlauchgeschäft finanzieren will.

Es sollen Covenants für die Eigenmittelquote, die Zinsdeckung und den Verschuldungsgrad in dem Kreditvertrag enthalten sein. Die Konditionen und das Sicherheiten-Konzept für den neuen Konsortialkredit berücksichtigten zudem die gestiegene Bonität des Konzerns, heißt es weiter. Für den Verbindungs- und Schlauchsystemhersteller reduziert sich damit die Zinsmarge und die Landesbürgschaft, die im Jahr 2010 noch nötig war, entfällt. Insgesamt vier Kreditinstitute stellen das neue Darlehen zur Verfügung. Damit hat sich die Anzahl der Banken um zwei reduziert. Die Transaktion soll im Juni umgesetzt werden.

Linde will nachrangige Schuldverschreibung ohne Endfälligkeitstag kündigen und zurückzahlen

Der Industriegasehersteller Linde hat sich dazu entschieden, die nachrangige Schuldverschreibung ohne Endfälligkeitstag in Höhe von 400 Millionen Euro zum Nennbetrag zu kündigen und zurückzuzahlen. Dies soll gemäß den Anleihebedingungen am 3. Juli erfolgen. Das teilte der Dax-Konzern am Montag mit. Die Linde Finance hatte das Papier 2003 unter Garantie der Linde AG begeben. „Unsere sehr solide Finanzlage und die starke Eigenkapitalbasis erlauben es uns, diese nachrangige Schuldverschreibung zum frühestmöglichen Kündigungszeitpunkt zurückzuzahlen“, sagt Linde-CFO Georg Denoke. Erst Mitte April hatte der Industriegasekonzern einen zehnjährigen Bond über 650 Millionen Euro und eine fünfjährige Anleihe über 500 Millionen US-Dollar platziert.

Volkswagen Bank platziert Anleihen im Volumen von 1,25 Milliarden Euro

Das Braunschweiger Kreditinstitut Volkswagen Bank hat Bonds mit einem Gesamtwert von 1,25 Milliarden Euro begeben. Die Anleihen haben eine Laufzeit von drei bzw. fünf Jahren. Die dreijährige Tranche hat ein Volumen von 750 Millionen Euro und einen Zinssatz von Euribor plus 40 Basispunkte. Der Spread liegt bei Euribor plus 43 Basispunkte. Die fünfjährige Tranche in einem Volumen von 500 Millionen Euro ist mit einem Kupon von 1,125 Prozent ausgestattet. Der Spread beträgt 53 Basispunkte gegenüber Midswaps. Moody’s bewertet die Volkswagen Bank mit A3, Ausblick positiv, Standard &Poor’s beurteilt die Bank des Autoherstellers mit A-, ebenfalls Ausblick positiv. Barclays, BayernLB, Commerzbank und Santander haben die Transaktion als Lead Manager begleitet.

Weitere Finanzierungen

Das Insolvenzverfahren der Kunert AG wurde zum 1.Mai eingeleitet. Den Antrag auf Eigenverwaltung hatte das Kunert-Management wieder zurückgezogen.

Moody’s weist Trionista TopCo ein B2-Rating zu.

Das Familienunternehmen Sanha will eine Mittelstandsanleihe in Höhe von bis zu 25 Millionen Euro an der Börse Frankfurt begeben. Der Systemlieferant für Sanitär, Heizung und Klima bietet dabei einen festen Kupon von 7,75 Prozent p.a. Das Papier läuft fünf Jahre. Lead Manager und Bookrunner der Emission ist die Equinet Bank.

Der Sportartikelhersteller Head und dessen Tochtergesellschaft HTM Sport kaufen die ausstehenden, 2014 fälligen Senior Notes vollständig zurück.

Die Wepa Hygieneprodukte emittiert eine Hochzinsanleihe über 250 Millionen Euro. Die Laufzeit beträgt sieben Jahre.

Der deutsche Omnibushersteller Viseon hat angekündigt, den Betrieb – trotz Insolvenzantrag – fortführen zu wollen. Die im März angekündigte Kapitalzufuhr durch Gesellschaftsdarlehen verzögerte sich und sorgte für Produktionsausfälle. Da die zugesagten Finanzierungsmittel ausblieben musste Viseon Bus Ende April Insolvenz anmelden.

Ein von der KfW IPEX-Bank angeführtes Bankenkonsortium stellt einen Kredit von 76 Millionen Euro zur Verfügung, um die Ausfuhr deutscher Anlagen nach Russland zu unterstützen. Der in Russland ansässige Industriekonzern STES-Wladimir, ZAO plant den Bau einer Produktionsanlage in der Nähe von Moskau.

Moody’s bewertet erstmals die Freudenberg SE und weist der Gesellschaft ein Baa1-Rating zu. Gleichzeitig bestätigt die Agentur die Bonitätsnote der Freudenberg & Co. KG bei Baa1. Unternehmensangaben zufolge übernimmt unter dem Dach der Freudenberg & Co. KG die Freudenberg SE als Muttergesellschaft der verschiedenen Geschäftsgruppen alle Aufgaben der operativen Konzernführung.

Moody’s hat ebenfalls die neue PIK Notes des Folienherstellers KlöcknerPentaplast bewertet und ihr ein Caa1-Rating zugewiesen. Die PIK-Anleihe im Gesamtvolumen von 225 Millionen Euro wird von der Kleopatra Holdings, der Muttergesellschaft der Klöckner Gruppe begeben und läuft 2017 aus. Ursprünglich hatte Klöckner nur 150 Millionen Euro einsammeln wollen. Das Unternehmensrating bestätigte Moody’s bei B2.

Außerdem bestätigte Moody’s die Bonitätsnote der Allianz. Der Versicherungskonzern wird weiterhin mit Aa3 bewertet, der Ausblick bleibt negativ.

Das Private Equity-Haus Keyhaven Capital Partners steigt im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit 60 Millionen Euro beim Run-off-Versicherer DARAG ein. DARAG verspricht sich davon zusätzliche Wachstumschancen in Kontinentaleuropa.

Mit Wirkung zum 01. Mai 2013 hat die Edel AG eine fünfjährige Inhaberschuldverschreibung planmäßig zurückgezahlt. Die auf die Anleihe zeitgleich fällige letzte Zinszahlung von sieben Prozent wurde entsprechend bedient.

redaktion[at]finance-magazin.de

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