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Siemens-Bank: Fokus auf Konzernkunden

(sar) Der Konzern Siemens hat die Ausrichtung seiner geplanten eigenen Bank verändert und legt den Schwerpunkt nun auf Absatzfinanzierung. Besonders Kunden mit Finanzierungsproblemen könnte die neue Bank unter die Arme greifen. Die BaFin hat die Lizenz für die Siemens Bank GmbH laut Unternehmensangaben bereits erteilt.

Für Privatkunden wird das Institut keine Dienste anbieten. Es sollen besonders jene Kunden Geld für den Kauf von Siemens-Produkten erhalten, die bei konventionellen Kreditinstituten keine Finanzierung bekämen, wird Roland Chalons-Browne von der Finanzsparte Siemens Financial Services (SFS) zitiert. Chalons-Browne soll die Bank zusätzlich zu seinem aktuellen Posten mit zunächst 100 Mitarbeitern aus München heraus führen. In zwei bis drei Jahren peilt er Reuters zufolge ein Finanzierungsvolumen von ein bis zwei Milliarden Euro an, die Eigenkapitalrendite soll nach der Startphase zwischen 18 und 25 Prozent erreichen. Die Bank bediene zunächst Inlandskunden, eine Internationalisierung sei aber geplant.

Im Sommer hatte Konzern-Finanzchef Joe Kaeser die Gründung einer Bank angekündigt und dies damit begründet, dass Siemens mit einem eigenen Geldhaus direkten Zentralbankzugang erhalte und dort sein Geld im Ernstfall in Sicherheit bringen könne.

 

Quellen: Reuters, FINANCE