Finanzierungen: Berlin Energie, The Exploration Company, Deutsche Börse

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Das Berliner Stromnetz soll mit Hilfe einer Finanzierung zukunftsfit gemacht werden. Foto: Jarama - stock.adobe.com
Das Berliner Stromnetz soll mit Hilfe einer Finanzierung zukunftsfit gemacht werden. Foto: Jarama - stock.adobe.com

Deutsche Börse begibt Wandelanleihe über 600 Millionen Euro

Frisches Geld für die Deutsche Börse: Die Frankfurter haben eine Wandelschuldverschreibung in Höhe von 600 Millionen Euro am Markt mit einer Laufzeit bis 2031 platziert. Der festverzinste Kupon beträgt 0,5 Prozent pro Jahr. Die Emissionserlöse sollen für das allgemeine Geschäft, aber auch für die Rückzahlung bestehender Verbindlichkeiten genutzt werden. 

Die Schuldverschreibungen haben jeweils einen Nennbetrag von 100.000 Euro. Sie können entweder in neue oder bereits bestehende Namensaktien des Unternehmens umgewandelt oder bar zurückgezahlt werden. Der Abschluss der Transaktion wird für den 16. September 2026 erwartet.

Beraten wurde die Deutsche Börse bei der Emission von Linklaters und White & Case.

Berliner Stromnetzbetreiber erhalten Millionen-Finanzierung

Die staatliche Förderbank KfW Ipex-Bank stellt für BEN Berlin Energie und für die Berliner Netzholding eine Finanzierung von bis zu 250 Millionen Euro bereit. Die Mittel seien für Investitionen in das Berliner Stromverteilnetz vorgesehen, das von der Tochtergesellschaft Stromnetz Berlin betrieben werde. Konkret berichtet die KfW in einer Mitteilung von gezielten Investitionen in die Netzverstärkung und den Netzausbau. Zudem soll der Anschluss von erneuerbaren Energien, Datenzentren und Elektromobilität vorangetrieben werden. 

Hintergrund ist der strukturelle Umbau der Berliner Energieinfrastruktur: Seit der Rekommunalisierung von Stromnetz Berlin im Jahr 2021 finanziert die KfW Ipex-Bank BEN Berlin Energie zum zweiten Mal. Bis 2030 plant der BEN-Konzern Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 3,6 Milliarden Euro in die Netzinfrastruktur der Hauptstadt. Die aktuelle Finanzierung deckt davon rund 7 Prozent ab.

The Exploration Company sammelt 450 Millionen US-Dollar ein

Das deutsch-französische Raumfahrtunternehmen The Exploration Company (TEC) hat sich frisches Kapital in Höhe von 450 Millionen US-Dollar über eine Serie-C-Finanzierung gesichert. Angeführt wird die Runde von Bessemer Venture Partners, Atomico und dem von EQT verwalteten Scaleup Europe Fund, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. 

Die Gesamtfinanzierung von TEC steige damit auf rund 680 Millionen US-Dollar. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen Verträge und Zusagen im Umfang von mehr als 2 Milliarden US-Dollar mit öffentlichen und privaten Kunden abgeschlossen, darunter die NASA und die Europäische Weltraumorganisation (ESA). 

TEC entwickelt wiederverwendbare Raumtransportsysteme für öffentliche und kommerzielle Kunden. Kernprodukt ist die Frachtkapsel Nyx, die Fracht zu Raumstationen transportieren und zur Erde zurückbringen soll. Eine Mission zur Internationalen Raumstation ISS ist geplant. Parallel entwickelt TEC unter dem Namen Storm ein Raketentriebwerk, das als Grundlage für eine künftige europäische Schwerlastrakete dienen soll.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Vaudoise Versicherungen hat vergangene Woche eine Anleihe über 220 Millionen Schweizer Franken (rund 233 Millionen Euro) am Schweizer Inlandsmarkt platziert. Die Emission lief in zwei Tranchen: 100 Millionen Franken mit vierjähriger Laufzeit und einem Kupon von 0,9 Prozent sowie 120 Millionen Franken mit achtjähriger Laufzeit und 1,25 Prozent Verzinsung. Mit dem Schritt wolle der Versicherer seine Finanzierungsquellen diversifizieren und das Kapitalmanagement optimieren, heißt es in einer Mitteilung. UBS und die Zürcher Kantonalbank begleiteten die Emission als gemeinsame Konsortialführer. 

Doc Morris baut seine Finanzierungsstruktur um: Die Online-Apotheke hat hierfür neue Wandelanleihen im Volumen von rund 100 Millionen Schweizer Franken (rund 106 Millionen Euro) mit Fälligkeit 2031 platziert, um die im Jahr 2028 fällig werdende Anleihe vorzeitig abzulösen. Der Kupon sinke durch die Transaktion von 3 Prozent auf 1,5 bis 2 Prozent, wie es seitens des Unternehmens hieß. Die Laufzeit verlängere sich um 2,6 Jahre und die potenzielle Verwässerung reduziere sich von 7,6 auf 7 Millionen Aktien. 

3,4 Millionen Euro frisches Kapital für Artcline: Das Rostocker Biomedizinunternehmen schließt eine Finanzierungsrunde mit bestehenden und neuen Investoren ab, darunter die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern, die sich mit 1 Million Euro beteiligt. Die Mittel sollen die Markteinführung der Immunzelltherapie Artice zur Behandlung von septischen Schocks vorbereiten, die für Anfang 2027 geplant ist.

Rating-Meldungen

S&P hat das langfristige Unternehmensrating der Schweizer Six Group mit A/A-1 bestätigt.