Katjes finanziert Bogner-Einstieg
Katjes International, die Beteiligungsgesellschaft des Süßwarenherstellers Katjes, hat ihre bestehende Unternehmensanleihe im Rahmen einer Privatplatzierung um 70 Millionen Euro auf nun 185 Millionen Euro aufgestockt. Der Nordic Bond läuft noch bis Mitte September 2028 und wird mit 6,75 Prozent verzinst.
Dank einer hohen Investorennachfrage konnte das ursprünglich geplante Aufstockungsvolumen von 65 auf 70 Millionen Euro erhöht werden. Hogan Lovells hat Katjes sowohl bei der Aufstockung als auch bei der ursprünglichen Emission der Anleihe im Jahr 2023 rechtlich beraten. ABG Sundal Collier begleitete die Transaktion als Sole Bookrunner.
Die zusätzlichen Mittel dienen Katjes im Wesentlichen zur Finanzierung des jüngst getätigten Einstiegs bei dem Luxus- und Sportmodelabel Willy Bogner. Konkret hat sich Katjes mit 60 Prozent an dem Münchener Modeunternehmen beteiligt.
Ifco stellt Finanzierungsstruktur neu auf
Der Pullacher Konzern Ifco hat seine Finanzierungsstruktur neu aufgestellt. Der Anbieter von Mehrwegbehältern für frische Lebensmittel hat dafür einen neuen Term Loan B in Höhe von 2,4 Milliarden Euro sowie eine neue Revolving Credit Facility (RCF) in Höhe von 400 Millionen Euro abgeschlossen. Der Term Loan B läuft bis zum Jahr 2032 bei einer anfänglichen Zinsmarge von jährlich 3,5 Prozent. Latham & Watkins hat Ifco bei der Refinanzierung beraten.
Mit den neuen Darlehen löst Ifco zwei wichtige Bausteine der alten Finanzierungsstruktur ab. Konkret geht es um einen Term Loan B (TLB) im Volumen von 1,3 Milliarden Euro sowie eine RCF über 270 Millionen Euro, die 2019 bei der Übernahme des Unternehmens durch den Private-Equity-Investor Triton und Adia, dem Staatsfonds von Abu Dhabi, aufgelegt wurden. Beide Instrumente wurden erst im vergangenen Jahr bis zum Jahr 2029 verlängert und auf 1,64 Milliarden Euro (TLB) beziehungsweise 310 Millionen Euro (RCF) aufgestockt.
Mit der neuen Finanzierungsstruktur soll Ifco auch einen neuen Co-Eigner bekommen. Die Investmentgesellschaft Stonepeak kündigte Anfang Juli an, bei Ifco einzusteigen und die 50-prozentige Kontrollbeteiligung an dem Unternehmen von Aida zu übernehmen. Triton bleibt derweil an Bord und hält weiterhin die andere Hälfte an Ifco.
Stabilus stockt Syn Loan auf
Der Koblenzer Auto- und Industriezulieferer Stabilus hat eine bestehende syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 450 Millionen Euro um 150 Millionen Euro aufgestockt und die Laufzeit bis Juni 2029 verlängert. Zudem wurde der Covenant-Spielraum vergrößert, indem der in den nächsten Quartalen maximal zulässige Nettoverschuldungsgrad vorübergehend angehoben wurde.
Stabilus plant, das zusätzliche Kapital in Höhe von 150 Millionen Euro primär zur Refinanzierung einer im März 2026 fällig werdenden Schuldscheintranche zu nutzen. White & Case hat Stabilus bei der Transkation rechtlich beraten.
Weitere Finanzierungsmeldungen
Erst im Mai 2025 ist Quantum Systems zum Einhorn aufgestiegen. Im Rahmen einer Series-C-Finanzierungsrunde hatte das Drohnen-Start-up damals 160 Millionen Euro eingesammelt. Laut „Handelsblatt“ soll das Start-up nun vor einer weiteren Kapitalerhöhung durch bestehende Investoren stehen.
Drei mit den Verhandlungen vertraute Personen sollen berichtet haben, dass eine neue Finanzierungsrunde im mittleren dreistelligen Millionenbereich zur Diskussion stehe. Die Unternehmensbewertung von Quantum Systems könnte damit auf bis zu 3 Milliarden Euro steigen. Quantum Systems dementierte die Gerüchte auf Nachfrage der „Gründerszene“. „Wir befinden uns derzeit in keiner neuen Finanzierungsrunde“, teilte das Start-up demnach mit.
Rating-Meldungen
Scope hat das Rating von Lanxess von „BBB–“ auf „BBB“ angehoben. Der Ausblick ist stabil.
Das Rating der Deutschen Bahn wurde von S&P von „AA–“ auf „AA+“ angehoben. Der Ausblick ist stabil.
S&P hat den Ausblick von Mercedes-Benz und BMW von stabil auf negativ geändert. Das „A“-Rating beider Autohersteller wurde bestätigt.
Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.
