Klingeln in Frankfurt bald wieder die Börsenglocken? Eyxte plant seinen IPO.

Deutsche Börse AG

25.09.18
Finanzierungen

Exyte macht mit Börsenplänen ernst

Der Stuttgarter Anlagenbauer Exyte will noch in diesem Jahr an die Börse und lockt Investoren mit Rekordzahlen. Von dem möglichen Erlös sähe das Unternehmen jedoch nichts.

Der Stuttgarter Anlagenbauer Exyte macht unter der Leitung von Ex-Linde-Chef Wolfgang Büchele mit seinen Börsenplänen ernst. Wie das früher als M+W Group bekannte Unternehmen mitteilte, soll noch in diesem Jahr ein „bedeutender Minderheitsanteil“ an die Börse gebracht werden. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits Mitte August berichtet, dass Insidern zufolge 25 bis 30 Prozent der Aktien auf den Markt geworfen werden sollen und Exyte eine Bewertung von 2,5 bis 3 Milliarden Euro anstrebe.

Der IPO-Erlös fließt allerdings nicht Exyte, sondern ausschließlich dem Eigentümer Georg Stumpf zu. Der österreichische Milliardär war 2009 bei der M+W Gruppe eingestiegen und wird auch nach dem Börsengang die Mehrheit an Exyte halten.

Begleitet wird der Börsengang von der Bank of America Merrill Lynch und der Schweizer UBS. Unterstützt werden die beiden Investmentbanken von der Commerzbank und der französischen Crédit Agricole.

Exyte verspricht Aktionären Rekordumsatz

Exyte entwickelt Anlagen für High-Tech-Fabriken und die Halbleiterindustrie und setzte im vergangenen Geschäftsjahr 2,4 Milliarden Euro um. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 108 Millionen Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr stellt CFO Wolfgang Homey den potentiellen Aktionären weiteres Wachstum und Rekordzahlen in Aussicht. Aufgrund des hohen Auftragsbestandes erwarte Exyte im laufenden Geschäftsjahr 2018 bei 3,5 Milliarden Euro Umsatz ein bereinigtes Ebit von über 160 Millionen Euro.

Exyte will auch über Zukäufe wachsen

Grund für diesen Optimismus sind die Sechsmonatszahlen: Der Umsatz ist bis Ende Juni laut Unternehmensangaben gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 85 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro gestiegen. Das bereinigte Ebit stieg sogar um 288 Prozent auf 82 Millionen Euro, was einer Ebit-Marge von 4,9 Prozent entspricht.

Um dieses rasante Wachstum beizubehalten, präsentiert Exyte seinen Investoren ein Strategieprogramm mit dem Namen „Upside“, das auf vier Säulen steht: Organisches Wachstum, Zukäufe, interne Optimierung und Digitalisierung.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de