Otto Group holt sich Kapital für die Expansion
Die Otto Gruppe hat eine Anleihe mit einem Nominalvolumen von 300 Millionen Euro begeben. Die Zeichner erhalten über sieben Jahre einen Kupon von 3,875 Prozent. Mit dem frischen Kapital will sich Otto langfristig und unabhängig vom operativen Geschäft finanzieren. Der Konzern plant in den kommenden Jahren Investitionen in Millionenhöhe zu realsieren. Im März wagte Otto sich bereits in den österreichischen Anleihemarkt vor und platzierte einen Bond über 150 Millionen Euro für fünf Jahre zu 4,625 Prozent.
Air Berlin braucht frisches Geld: Anleiheaufstockung durch Privatplatzierung
Air Berlin plant eine Aufstockung seiner Anfang November 2011 platzierten Anleihe. Dazu will Air Berlin im Rahmen einer Privatplatzierung neue Teilschuldverschreibungen an institutionelle Investoren ausgeben. Dadurch soll das Anleihevolumen von derzeit 100 auf 150 Millionen Euro steigen. Der Kupon der 2014 fälligen Anleihe beträgt stolze 11,5 Prozent. Diese Bedingungen gelten auch für die neuen Teilschuldverschreibungen.
Grammer erweitert und verlängert Rahmenkreditvertrag
Der Autozulieferer Grammer hat seinen bestehenden Rahmenkreditvertrag von 78,5 Millionen Euro auf 110 Millionen Euro aufgestockt. Zugleich konnte das Unternehmen die Laufzeit um ein Jahr bis 2015 verlängern. Der neu verhandelte Vertrag entzerrt laut Grammer die Fälligkeitsstruktur und bietet zudem verbesserte Konditionen. Dies ergebe Spielraum für strategische Investitionen.
Laurèl bringt Minibond
Das Modeunternehmen Laurèl hat einen Minibond in Höhe von 20 Millionen Euro platziert. Aufgrund von Überzeichnung wurde die Angebotsfrist bereits am ersten Zeichnungstag beendet. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre und der Kupon soll bei 7,125 Prozent liegen. Der Minibond soll im Prime Standard der Frankfurter Börse gehandelt werden. Zielgruppe sind private und institutionelle Investoren in Deutschland, Luxemburg und Österreich.
Weitere Finanzierungsmeldungen
S&P hat erstmals den Baudienstleister Bilfinger geratet. Die Agentur bewertet Bilfinger im Investment-Grade Bereich mit BBB+. Der Ausblick ist stabil.
S&P senkt das Langfristrating von BNP Paribas von A+ auf AA-. Der Grund sind laut S&P erhöhte wirtschaftliche Risiken, aufgrund derer BNP Paribas einer möglichen Rezession in der Eurozone stärker ausgesetzt wäre. Mit derselben Begründung stufte S&P auch die beiden kleineren französischen Banken Cofidis und Banque Solfea herab.
Moody’s bestätigt das langfristige Corporate Family Rating von TUI von B3, Ausblick stabil.
Der Hersteller von Landwirtschaftsgeräten Claas hat Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Händlernetzwerk der Claas-Gruppe mit einem Volumen von 250.000.000 Euro sowie 75.000.000 Dollar verbrieft. Die in Euro und US Dollar denominierten Schuldscheine und Namensschuldverschreibungen wurden mit Beratung von Hogan Lovells an institutionelle Investoren platziert.
Die Deutsche Wohnen plant eine Kapitalerhöhung. In nähere Zukunft stehen einige großvolumig und zudem zahlreiche kleinere Portfolien zum Verkauf, so das Unternehmen. Die Deutsche Wohnen möchte sich mit dem frischen Geld ihren Anteil an diesem Kuchen sichern.
Die Deutsche Telekom sichert sich 500 Millionen Euro durch einen siebenjährigen Bond zu 2 Prozent. Erst in der vergangenen Woche hatte die Telekom eine Anleihe über 650 Millionen Euro und zwölf Jahren Laufzeit für 2,75 Prozent platziert.
Redefine International hat 51 Prozent ihres VGB Portfolios verkauft. Dieses umfasst vier deutsche Büroimmobilien. Der Erlös des Verkaufs von mehr als 80 Millionen Euro wurde für die Ablösung der ursprünglichen VBG Finanzierung verwendet. Die Kredite hatten einen ausstehenden Restbetrag in Höhe von 117,3 Millionen Euro. Norton Rose beriet die Transaktion.