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Klaus Rosenfeld, Schaeffler AG

Klaus Rosenfeld

Schaeffler AG

Unternehmen:
Schaeffler AG
Ressort:
Strategie
Position:
CFO von 2009 bis 2015, CEO seit Juni 2014
Ausbildung:
Studium der Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre
Geburtstag:
06.05.1966
Familie:
Vater von vier Kindern
Ehrenamt:
Keine Angaben
Hobbies:
Klassische Musik, Triathlon, Golf, Skifahren
Karriere:

Rosenfeld startet seine berufliche Karriere mit einer Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Dresdner Bank. Nach seinem Studium kommt Rosenfeld 1993 zurück zur Bank und arbeitet dort bis 1997 im Bereich Spezialfinanzierung des Investment Bankings. 1997 wird er Vorstandsassistent, 2001 Generalbevollmächtigter und Vize-Leiter für Finanzen und Controlling. Im Jahr 2001 wird Rosenfeld zum Mitglied des Vorstands berufen und verantwortet von 2002 bis 2009 als CFO die Bereiche Finanzen & Controlling, Compliance und das Beteiligungsgeschäft der Bank (Corporate Investments).

Im März 2009 wechselt der Banker als Finanzchef zum damals schwer angeschlagenen Autozulieferer Schaeffler. Im Herbst 2013 übernimmt er interimistisch auch den Posten des CEOs. Nach dem überraschenden Abgang des designierten CEO Klaus Deller noch vor Amtsantritt wurde Rosenfeld im Juni 2014 zum regulären CEO für fünf Jahre bestellt.

Karriere-Highlights:

1)  Klaus Rosenfeld kommt im März 2009 zur Schaeffler Gruppe, nachdem sich das Unternehmen im Zuge der Übernahme des Autozulieferers Continental hoch verschuldet hat.  Unter seiner Führung gelingt es im November 2009, die Verschuldung neu zu ordnen und die Finanzsituation der Schaeffler Gruppe zu stabilisieren. Dabei werden die Schulden auf die operative Schaeffler Gruppe und die Schaeffler Holding aufgeteilt. Basis für die Optimierung der Kapitalstruktur ist die Ausrichtung der Schaeffler Gruppe auf die Bedürfnisse des Kapitalmarktes. Für seine Erfolge bei der Restrukturierung und Stabilisierung des hoch verschuldeten Unternehmens wird Rosenfeld von FINANCE zum CFO des Jahres 2009 gekürt.

2)  Nach diversen Refinanzierungsschritten und der Umwandlung der Schaeffler Gruppe in eine Aktiengesellschaft in den Jahren 2010 und 2011 erfolgt im Januar 2012 eine umfassende Refinanzierung der Verschuldung mit einem Volumen von 8 Milliarden Euro auf Ebene der operativen Schaeffler Gruppe. Mit der Platzierung von Anleihen in Höhe von 2 Milliarden Euro sowie institutionellen Krediten in Höhe von 1,4 Milliarden Euro in Europa und in den USA gelingt der Schaeffler Gruppe das Kapitalmarktdebüt.

3) Im September 2012 verkauft Schaeffler einen Conti-Anteil von rund 10 Prozent für 1,7 Milliarden Euro. Der Verkauf trägt dazu bei, die Schulden von Schaeffler weiter zu senken und die Kapitalstruktur zu optimieren. Im September 2013 trennt sich der Automobilzulieferer von weiteren Conti-Anteilen.

4) Im Juli 2013 werden die Kredite auf Ebene der Schaeffler Holding durch die Ausgabe von Holding-Anleihen in Europa und USA sowie durch neue Bankkredite abgelöst. Dabei werden die Kreditkonditionen deutlich verbessert und das Bankenkonsortium neu ausgerichtet. Eine weitere große Entschuldung folgt im Mai 2014: Schaeffler refinanziert Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 3,5 Milliarden Euro mit der Platzierung von Anleihen über insgesamt 2 Milliarden Euro sowie dem Abschluss von Kredittranchen über 1,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen kann seine Finanzierungskosten so deutlich reduzieren und die Anleihe- und Kreditkonditionen nachhaltig verbessern. Besonders schön für CFO Rosenfeld: „Mit dem Kupon von 2,75 Prozent der besicherten Fünf-Jahres Euro-Anleihe erreichen wir ein Zinsniveau, das normalerweise Unternehmen im Investmentgrade-Bereich vorbehalten ist."