Die Preisverleihung fand im Rahmen der „13. Structured FINANCE“ in Stuttgart statt. Veranstalter der Kongressmesse für Unternehmensfinanzierung ist das Fachmagazin „FINANCE“, das Schwestermagazin von „DerTreasurer“. In diesem Jahr waren über 2.100 Teilnehmer für die Veranstaltung angemeldet. Innogy überzeugte dieses Jahr die Jury mit dem vielschichtigen Abspaltungsprozess von RWE. Neben dem IPO und dem Aufbau einer eigenen Finanzierungsstruktur war der europaweit bisher größte Schuldnerwechsel ein Kernstück dieses Prozesses. Der Energiekonzern übernahm 18 Anleihen in insgesamt vier Währungen von seinem Mutterkonzern RWE. Das Gesamtvolumen der Transaktion belief sich auf mehr als 11 Milliarden Euro. Die juristisch hochkomplexe Transaktion erfolgte in mehreren Schritten. Mit dem anspruchsvollen Schuldnerwechsel betrat das Treasury-Team Neuland: Bislang kam das deutsche Schuldverschreibungsgesetz aus dem Jahr 2009, das dem Vorgang zugrunde liegt, fast ausschließlich bei Krisenfällen zum Einsatz.
Das Treasury-Team von Innogy leistete mit der Übertragung der Schulden einen entscheidenden Beitrag für die erfolgreiche Trennung von RWE. In die engere Wahl („Shortlist“) hatten es neben Innogy in diesem Jahr der Automobilkonzern Daimler, der Konsumgüterkonzern Henkel, der Süßwarenhersteller Storck und der Pharmadienstleister Vetter geschafft.