Der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch hat einen neuen Job als Berater beim Finanzinvestor KKR. Der 67-Jährige soll im DACH-Raum als Senior Advisor agieren und die Investmentteams und Portfoliounternehmen des Private-Equity-Hauses in den Bereichen Regulierung und Governance beraten. Das teilte der US-Finanzinvestor am Montag mit.
In einer Mitteilung hob Christian Ollig, Partner und Leiter der DACH-Region, Kochs jahrzehntelange Erfahrung im öffentlichen und privaten Sektor hervor. Koch ist Jurist und spezialisiert auf Wirtschafts- und Wettbewerbsrecht. In der breiteren Öffentlichkeit ist er aber vor allem wegen seiner Karriere als Politiker bekannt: Schon während seiner Arbeit als Rechtsanwalt war er in der CDU aktiv und saß seit 1987 für die Partei im Hessischen Landtag. Von 1999 bis 2010 war er Ministerpräsident von Hessen.
Roland Koch ging nach seiner Politikkarriere in die Wirtschaft
Danach wechselte Roland Koch in die Wirtschaft und war unter anderem von 2011 bis 2014 Vorstandsvorsitzender von Bilfinger sowie Vorsitzender des Aufsichtsrats der UBS Europe.
Aktuell ist er Mitglied des Aufsichtsrats von Vodafone Deutschland und hat verschiedene Ämter in Stiftungen inne. Unter anderem ist er seit einigen Jahren Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Dussmann Stiftung & Co. KGaA. An der Frankfurt School of Finance & Management ist er zudem als Professor of Management Practice in Regulated Environments und Director des Frankfurt Competence Center for German and Global Regulation (FCCR) aktiv.
Bei KKR reiht sich Roland Koch in eine Reihe bekannter Senior Advisor ein. Zuletzt verpflichtete KKR hierzulande den ehemaligen Chef der Deutschen Börse, Theodor Weimer, als Berater. Auch Philip Oetker (Unternehmensgruppe Oetker), Thermondo-Gründer Philipp Pausder und Ex-Eon-Chef Johannes Teyssen sind für KKR in der DACH-Region als Senior Advisor aktiv. Der US-Investor hat nach eigenen Angaben seit 1999 in der Region rund 20 Milliarden Euro Eigenkapital in mehr als 40 Unternehmen investiert.
Lena Scherer ist Redakteurin bei FINANCE. Sie hat Publizistik, Anglistik und Komparatistik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz studiert und nebenbei für verschiedene Redaktionen gearbeitet. Bevor sie zu FINANCE kam, war sie mehr als acht Jahre lang beim Branchen-Fachdienst buchreport aktiv, zuletzt als Co-Chefredakteurin. Dort hat sie unter anderem Marktanalysen vorgenommen sowie die Bereiche Fachinformation, Recht/Wirtschaft/Steuern und Digitales betreut.
