Baywa-Krise: Diese Warnsignale standen jahrelang in der Bilanz

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Der traditionsreiche Agrarkonzern Baywa galt jahrzehntelang als kernsolide. Vor zwei Jahren dann der Schock: 1,6 Milliarden Euro Verlust, ein Sanierungsgutachten, Bafin-Beanstandungen und der Absturz des Aktienkurses. Seitdem kämpft Baywa ums Überleben.

Kam das alles wirklich so überraschend? Der Bilanzexperte und ehemalige CFO Nikolaj Schmolcke sagt im Talk mit FINANCE TV: Nein. Er hat die Jahresabschlüsse von Baywa systematisch analysiert und ist auf Warnsignale gestoßen, die schon jahrelang offen in der Gewinn- und Verlustrechnung sichtbar waren. Sein Urteil ist unmissverständlich: „Das Risiko schreit einen seit 2018 jedes Jahr an und ist 2021 noch unterlegt mit grellroter Farbe und Signal und Hupe, weil es solche Dimensionen angenommen hat.“   

Das erwartet Sie im Talk:

  • Welches Alarmsignal in der Bilanz für jedermann sichtbar war und warum es trotzdem unter dem Radar lief.
  • Wie Baywa Windparks und Photovoltaikanlagen auf Halde produzierte und welches fundamentale unternehmerische Risiko dahinter steckt.
  • Welche Rolle der CFO in einer risikoreichen Expansionsstrategie spielt und wann er auf die Bremse treten muss.
  • Warum Nikolaj Schmolke als allererste Kennzahl nicht Eigenkapitalquote oder Ebitda-Marge heranzieht – sondern eine Zahl, auf die die wenigsten Anleger überhaupt achten.
  • Und wie realistisch eine erfolgreiche Sanierung von Baywa noch ist.

Die Gesprächsteilnehmer

Host: Julia Schmitt (FINANCE Magazin)
Gast: Nikolaj Schmolcke (Bilanzexperte und „Bilanzfluencer“)

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