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PE-Investor OEP wird kleiner

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Schrumpfkurs bei PE-Investor OEP, das vom Frankfurter Büro aus auch das Wiener Portfoliounternehmen Constantia Flexibles betreut.
Thinkstock / Getty Images

Auch JP Morgan zieht sich – wie schon viele Großbanken zuvor – aus dem direkten Private Equity-Geschäft zurück. Der Verkauf des Portfolios von rund 30 Unternehmen könnte bald vonstatten gehen, bestätigte der erkrankte JP Morgan-Chef Jamie Dimon letzte Woche.

Als aussichtsreichster Käufer gilt der Sekundärinvestor Lexington, wie angelsächsische Medien bereits im Mai meldeten. Noch ein weiterer Investor könnte sich beteiligen, schreibt heute die F.A.Z. Demzufolge geht mit dem Verkauf auch eine Verkleinerung der Mannschaft des PE-Investors einher. Weltweit sollen nur 25 von bisher 45 Beteiligungsmanagern an Bord bleiben.  Auch das Frankfurter Büro werde schrumpfen. Regional soll sich OEP künftig auf die USA und Westeuropa konzentrieren. Bislang war der PE-Investor global tätig.

OEP: Das Frankfurter Büro schrumpft

Noch weist OEP für sein Frankfurter Team neun aktive Mitarbeiter aus. Darunter befinden sich aber mit Utz-Hellmuth Felcht sowie Helmut Burmester zwei Senior Advisor, die ohnehin nur beratend zur Verfügung standen. Auch der bisherige Deutschlandchef Christopher von Hugo sei aus dem operativen Geschäft ausgeschieden und nur noch beratend tätig, erfuhr FINANCE aus Marktkreisen.

Als operative Kraft hat auch der frühere Partner Axel Hefer den PE-Investor im Frühjahr verlassen. Als Kernteam in Frankfurt könnte ein Trio um Christoph Giulini, Johann-Melchior von Peter und Jörg Zirener übrig bleiben, so die F.A.Z. JP Morgan wollte die Personalien nicht bestätigen. Wie groß das Frankfurter Team zukünftig sein wird, sei noch offen, erfuhr FINANCE aus Marktkreisen.

In Deutschland hat OEP derzeit keine aktive Beteiligung. Das Wiener Verpackungsunternehmen Constantia Flexibles steht nach einem abgesagten Börsengang im Herbst 2013 derzeit zum Verkauf. OEP wurde 2001 von JP Morgan Chase ins Leben gerufen und hat bis dato exklusiv Gelder der Bank investiert.

marc-christian.ollrog[at]finance-magazin.de