02.07.14
Banking & Berater

JP Morgan: Jamie Dimon hat Krebs

Jamie Dimon, seit acht Jahren Chef der US-Bank JP Morgan, hat seine Krebskrankheit öffentlich gemacht. Trotz Therapie räumt er seinen Chefsessel nicht, das Tagesgeschäft läuft normal weiter.

JP Morgan-Chef Jamie Dimon, einer der mächtigsten Banker der Vereinigten Staaten, ist krank. Am Dienstag teilte der 58-Jährige  seinen Mitarbeitern und  Aktionären die schlechte Nachricht mit. Man habe bei ihm jüngst Kehlkopfkrebs festgestellt:„Die gute Nachricht ist, dass die Prognose meiner Ärzte exzellent ist. Der Krebs wurde früh entdeckt und ist heilbar." Es gebe keine Anzeichen dafür, dass sich der Krebs anderswo im Körper ausgebreitet habe, schrieb Dimon.

Seit Ende 2005 steht Jamie Dimon an der Spitze der größten US-Bank. Er steuerte den Wallstreet-Riesen ohne größere Blessuren durch die Finanzkrise und machte ihn damit zu einer Stütze der Wallstreet. Dimon galt lange als Liebling der Politik,  in den vergangenen zwei Jahren hat sein Ruf jedoch gelitten. Zuerst verspielten JP Morgan-Händler Milliarden, dann büßte die Bank mit 13 Milliarden Dollar für  fragwürdige Geschäfte mit Hypothekenpapieren.

Dimon will weiter aktiv eingreifen

Dimon kündigte an, er werde in Kürze eine etwa achtwöchige Strahlen- und Chemotherapie beginnen. Die Behandlung werde zwar seine Reisetätigkeit einschränken, doch könne er weiterhin im Tagesgeschäft mitwirken. „Wir werden das Unternehmen normal weiterführen“, ließ Dimon verlauten.

camilla.naschert[at]finance-magazin.de