Commerzbank baut Firmenkundensegment um

Commerzbank

22.03.19
Banking & Berater

Commerzbank baut Kapitalmarktgeschäft um

Die Commerzbank macht Christian Eiteneyer zum Head of Equity & M&A. Die Personalie ist Teil eines größeren internen Umbaus im Kapitalmarktgeschäft, wie FINANCE erfahren hat.

Die Commerzbank bekommt im Sommer nach FINANCE-Informationen intern eine neue Struktur im Kapitalmarktgeschäft. Wie die Bank auf Nachfrage bestätigte, soll Christian Eiteneyer zum 1. Juli diesen Jahres Head of Equity & M&A werden. Eiteneyer leitet bisher die Origination des Eigenkapitalmarktgeschäfts, das wie bisher weiterhin von Jens Voss verantwortet wird. Das M&A-Geschäft leitet auch künftig Christoph Thierolf. In seiner neuen Funktion berichtet Eiteneyer dann aber nicht mehr an Voss, sondern direkt an Roman Schmidt. 

Roman Schmidt verantwortet „Capital Markets"

Roman Schmidt übernimmt ebenfalls zum 1. Juli die Führung des neuen Bereichs „Capital Markets“. In diesem legt die Bank die bisher eigenständigen Bereiche Corporate Finance und Fixed-Income, Commodities & Currencies (FICC) zusammen. Auch das Fremdkapitalmarktgeschäft (DCM) ist hier angesiedelt. Das Corporate-Finance-Geschäft unterstand Schmidt bereits. Im neuen Bereich Capital Markets will die Commerzbank das Primärmarktgeschäft mit dem Sekundärmarktgeschäft aus den Einheiten Corporate Finance und FICC auf der Fremd- und Eigenkapitalseite zusammenbringen.

„Mit der Zusammenlegung stellen wir uns noch effizienter und kundenfokussierter entlang der Wertschöpfungskette für Kapitalmarktprodukte auf. Die Angebotspalette beinhaltet auch das Risikomanagement für Zins- und Währungsrisiken sowie eine sektorbasierte Beratung für Unternehmen“, sagt Roman Schmidt gegenüber FINANCE.

Das FICC wurde bisher zusammen mit dem Trade Finance & Cash Management von Nikolaus Giesbert verantwortet, der wiederum ab Sommer den neuen Bereich „Institutionals“ verantworten wird, wo die Commerzbank institutionelle Kunden wie Banken, Versicherungen, Asset Manager sowie Pensions- und Hedgefunds betreut.

Transaction Banking wird von Stephan Müller geleitet

Das „Transaction Banking“ wird ab Sommer ebenfalls ein eigenständiger Bereich werden. Hier findet sich künftig das Trade Finance und Cash Management wieder. Das Transaction Banking wird künftig von Stephan Müller geleitet, der aktuell noch Bereichsvorstand in der IT ist.

Das im Vorstand derzeit noch von Michael Reuther verantwortete Firmenkundensegment umfasst damit ab Sommer mit den Bereichen „Capital Markets“ und „Transaction Banking“ zwei Produktgruppen und mit den Bereichen „Institutionals“, „Corporates International“ sowie der „Mittelstandsbank“ insgesamt drei Kundengruppen. In der Mittelstandsbank hat die Bank die Verantwortlichkeiten für den Norden und den Westen unter der Leitung von Stefan Otto zusammengelegt.

Durch die Umstrukturierung will die Commerzbank ihr Firmenkundengeschäft einem Sprecher zufolge „effizienter, schneller und ertragreicher“ machen. Das Firmenkunden- und Kapitalmarktgeschäft werde dadurch „klar nach Verantwortlichkeiten für Kunden- und Produktgruppen gesteuert.“ „Für unsere Firmenkunden wird sich am gewohnten Qualitäts- und Servicelevel nichts ändern“, fügte Schmidt hinzu.

Die Umstrukturierung hat nach FINANCE-Informationen nichts mit den laufenden Fusionsverhandlungen mit der Deutschen Bank zu tun, sondern wurde in der Bank bereits im Oktober vergangenen Jahres angestoßen.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de