Die IKB sieht sich bei der Restrukturierung auf einem guten Weg.

IKB

10.12.13
Banking & Berater

Ehemalige Krisenbank IKB wieder in Gewinnzone

Mit ihren Halbjahreszahlen kann die IKB erstmals seit langer Zeit wieder Erfolge vermelden. Trotz des harten Wettbewerbs möchte sich die frühere Skandalbank weiter ganz auf das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden konzentrieren.

Nach sechs mageren Jahren ist die IKB Deutsche Industriebank zurück in der Gewinnzone. Im ersten Geschäftshalbjahr 2013/2014 könnte das Kreditinstitut einen Überschuss von 8 Millionen Euro vermelden. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte die IKB noch mit 51 Millionen Euro in den roten Zahlen gestanden.

Auch bei den anderen Finanzkennzahlen zeichnet sich ein positiver Trend ab. Die Kernkapitalquote konnte von 9,6 Prozent Ende März 2013 auf nun 11,2 Prozent gesteigert werden. Zudem gibt sich die Bank optimistisch, Ende des Jahres auch die harte Kernkapitalquote von 8 Prozent nach Basel-III-Kriterien erfüllen zu können.

IKB-Restrukturierung weit vorangeschritten

Der Vorstand zeigt sich erleichert: Die aktuelle Entwicklung verdeutliche, dass die Restrukturierung der IKB weitgehend umgesetzt sei, heißt es in einer Mitteilung. Die IKB war im Jahr 2007 als erste deutsche Bank tief in die Subprime-Krise geraten und konnte nur mit staatlicher Hilfe vor dem Untergang gerettet werden. Ein Jahr später war dann der PE-Investor Lone Star bei der angeschlagenen Bank eingestiegen und hatte als Devise ausgegeben, die IKB als Mittelstandsfinanzierer zu erhalten.  

Auf das Firmenkundengeschäft im Mittelstand möchte die IKB auch weiterhin ihren Fokus legen – wenngleich das Geschäft derzeit hart umkämpft ist, wie die Bank selbst einräumt . Man setze auf die hauseigene Erfahrung und langjährigen Beziehungen und wolle den Kunden weiterhin die ganze Palette an Finanzierungs- und Beratungsleistungen anbieten, sagte ein Sprecher zu FINANCE. Detaillierte Zahlen zum Mittelstandsgeschäft legte die Bank nicht vor.

Dennoch rechnet der Vorstand mit einer weiterhin positiven Entwicklung – vorausgesetzt, die Vorzeichen an den Märkten bleiben unverändert. Vom aktuellen Überschuss wird unter dem Strich allerdings wohl nicht mehr viel zu sehen sein. Das Institut muss seinem Eigentümer Lone Star im Rahmen von Besserungsabreden noch rund 1,15 Milliarden Euro überweisen, über einen langen Zeitraum würde daher trotz operativer Gewinne „keine oder nur geringe Überschüsse ausgewiesen werden“ können.

sarah.nitsche[at]finance-magazin.de