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Mehr Downgrades und Covenant-Brüche bei deutschen Banken

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Wilde Zeiten, aber ausgeglichene Stimmung: So blicken Firmenkundenbanker aktuell auf den Markt. Foto: moofushi – stock.adobe.com
Wilde Zeiten, aber ausgeglichene Stimmung: So blicken Firmenkundenbanker aktuell auf den Markt. Foto: moofushi – stock.adobe.com

Es sind wilde Zeiten – doch die Stimmungslage der Firmenkundenbetreuer ist ausgeglichen. Die Zufriedenheit der Banker ist hoch, auch wenn die Ziele derzeit schwerer erreichbar sind, der Wettbewerb steigt und das eigene Haus mehr kämpfen muss, um sich im Markt zu behaupten. Das zeigt der neue Survey Firmenkundenbetreuer des FINANCE Think Tank.

Ein Kernergebnis der Umfrage: Noch nie war die Arbeitszufriedenheit der befragten Firmenkundenbetreuer so hoch wie aktuell. Deshalb verwundert es auch nicht, dass die Wechselbereitschaft der Banker in der Befragung ziemlich niedrig ausfällt.

Risikoappetit der Banken lässt nach

Eine weitere Erkenntnis: Der schwindende Risikoappetit der Banken trifft auf immer mehr Risiken in ihrem Portfolio. Seit dem Mini-Aufschwung nach dem Ende der Corona-Pandemie im Herbst 2022 berichten unsere Firmenkundenbetreuer ununterbrochen davon, dass ihre Kunden mehr Rating-Downgrades als -Upgrades erhalten. Immer mehr Covenant-Brüche beobachten sie sogar seit Beginn der Befragungen.

Nun bedeuten weder Verschlechterungen im Rating noch Covenant-Brüche gleich Ausfälle. Und tatsächlich ist hier weiter wenig zu beobachten. Aber: Wer immer mehr Risiko bei den Bestandskunden misst und gleichzeitig eigentlich weniger Risiko haben will, der wird sich bei Neukunden nur noch auf die guten Bonitäten konzentrieren – was gerade im Markt deutlich zu beobachten ist.

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