Rothschild befördert Suter und Tschöke

Rothschild

17.10.18
Banking & Berater

Rothschild befördert Suter und Tschöke

Rothschild baut die Frankfurter Führungsspitze um. Die operative Führung übernehmen der Private-Equity-Spezialist Martin Suter und der M&A-Berater Kai Tschöke. Martin Reitz gibt Aufgaben ab – und folgt damit einem Branchentrend.

Das Investmentbanking von Rothschild bekommt im kommenden Jahr eine Doppelspitze. Wie das Corporate-Finance-Haus bekanntgab, übergibt Martin Reitz zum Jahreswechsel die operative Führung der deutschsprachigen Corporate-Finance-Beratung an Martin Suter und Kai Tschöke.

Reitz bleibt jedoch Deutschlandchef von Rothschild und in dieser Funktion auch Mitglied des globalen Executive Commitees der Investmentbank. Auch seine Stellvertreterrolle in der weltweiten Corporate-Finance-Beratung von Rothschild soll Reitz behalten.

Rothschild folgt damit einem Trend, der sich auch bei anderen internationalen Investmentanken und Corporate-Finance-Beratungen etabliert hat: Die Trennung der operativen Sparten- von der gesamtverantwortlichen Länderführung.

Suter und Tschöke bilden Doppelspitze

Die beiden Investmentbanker Martin Suter und Kai Tschöke kommen aus den eigenen Reihen. Suter wechselte 2010 von der Schweizer UBS zu Rothschild und berät dort seitdem Private-Equity-Investoren. Mitglied der Frankfurter Geschäftsführung ist Suter seit Anfang diesen Jahres.

Sein künftiger Co-Chef Tschöke schloss sich Rothschild 2014 an. Er kam damals von der US-Investmentbank Morgan Stanley, wo er als Vorstandsmitglied der Deutschlandtochter unter anderem für das M&A-Beratungsgeschäft verantwortlich war. 

Zusammen sollen Suter und Tschöke das Geschäft von Rothschild im deutschsprachigen Raum ausbauen und dabei eng mit Dirk Pahlke zusammenarbeiten, der vor kurzem zum Co-Chef der weltweiten Business-Service-Aktivitäten der Rothschild-Gruppe ernannt worden ist.

Alle drei gehören dem Executive Commitee an, dem Leitungsgremium der Frankfurter Regionalzentrale.

Starke Bilanz von Martin Reitz

Unter der operativen Leitung von Martin Reitz hat das Frankfurter Investmentbanking von Rothschild viel erreicht, seitdem der Banker im Sommer 2009 von der UBS zu den Franzosen stieß. Eigenen Angaben zufolge hat Rothschild im deutschsprachigen Raum in den vergangenen zehn Jahren bei rund 500 Transaktionen im Gesamtwert von 350 Milliarden Euro beraten.

Darunter waren auch einige der größten M&A-Deals der vergangenen Jahre. Rothschild beriet beispielsweise Bayer beim Kauf von Monsanto, Stada bei der Übernahme durch die Private-Equity-Häuser Cinven und Bain sowie RWE bei der milliardenschweren Aufteilung von Innogy. Aktuell zählt das Corporate-Finance-Team der Bank in Frankfurt rund 70 Köpfe, insgesamt beschäftigt Rothschild in Frankfurt 150 Mitarbeiter. Neben M&A-Deals berät Rothschild auch im Eigen- und Fremdkapitalgeschäft.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de