Dunkle Wolken über EY: Der bisherige Profiteur der Prüferrotation leidet unter einem massiven Imageschaden durch den Bilanzskandal bei Wirecard.

picture alliance / SvenSimon

FINANCE+ 12.08.20
Banking & Berater

Big Four: Bleibt EY der Gewinner der Prüferrotation?

Nach vier Jahren Prüferrotation zeichnen sich deutliche Gewinner und Verlierer unter den Big Four ab. Doch der Wirecard-Skandal könnte die Karten noch einmal neu mischen – die FINANCE-Analyse.

Seit 2016 müssen Deutschlands Konzerne regelmäßig ihre Abschlussprüfer wechseln. Nun, vier Jahre später, befindet sich die Rotationswelle auf ihrem Höhepunkt: Etliche Unternehmen haben den Prüferwechsel hinter sich gebracht – mit gravierenden Folgen für die Verteilung der Marktanteile zwischen den Big Four KPMG, PwC, Deloitte und EY. FINANCE hat in der Tiefe analysiert, wer genau die bisherigen Gewinner und Verlierer sind – und wie der Wirecard-Skandal das Anbieterfeld noch einmal durcheinander wirbeln könnte.

KPMG: Viele Verluste, wenig Zugewinne

Die größten Veränderungen zeigen sich im Dax: Hier haben bis dato 22 der 30 Konzerne ihr Prüfmandat neu ausgeschrieben und größtenteils auch schon den Prüfer gewechselt. (Anmerkung: Ein kleiner Teil der Veränderungen geht auch auf eine veränderte Indexzusammensetzung zurück.) Eine große Verschiebung hat bei KPMG stattgefunden: Prüfte die Gesellschaft 2016 mit 18 noch die mit Abstand meisten Dax-Konzerne, ist diese Zahl inzwischen auf 11 geschrumpft. KPMG musste mit der Allianz, BMW, Deutsche Bank, Fresenius und Fresenius Medical Care, Henkel, Linde und Munich Re viele Leuchtturm-Mandate abgeben.

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