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04.04.18
CFO

3i findet CFO für Formel D

Fast ein Jahr nach der Übernahme hat der Finanzinvestor 3i endlich den CFO-Posten bei Formel D fest besetzen können. Die Vita des neuen CFOs Sami Sagur zeigt an, wo 3i den Industriedienstleister hin entwickeln will.

Sami Sagur, bisher Finanzchef bei FEV, einem Entwicklungsdienstleister für Fahrzeugtechnik, übernimmt den CFO-Posten bei dem Private-Equity-finanzierten Dienstleister Formel D, der ebenfalls in erster Linie für Automobilkonzerne in der Qualitätssicherung und Prozessoptimierung  arbeitet.

Der 44-jährige Betriebswirt schließt die Vakanz auf der Position des langfristig bestellten Finanzchefs, die im Zuge der Formel D-Übernahme durch den Private-Equity-Investor 3i im vergangenen Frühjahr entstanden war. Die Briten hatten den Mittelständler der Deutschen Beteiligungs AG abgekauft, die für Formel D geschätzt rund eine halbe Milliarde Euro kassiert hatte.

Kurz nach dem Vollzug des Gesellschafterwechsels kam im vergangenen September Knut Michelberger als Interims-CFO zu Formel D. Michelberger wechselt nun in den Beirat des Unternehmens. Jürgen Koopsingraven wird hingegen neuer Finanzchef bei FEV. Er steigt vom Europa-Geschäftsführer zum Konzern-CFO auf.

3i will Formel D zum Global Player machen

Als FEV-CFO war Sagur während der vergangenen fünf Jahre stark in die globale Wachstumsstrategie des Unternehmens eingebunden. Dies dürfte ihn ins Blickfeld der Formel-D-Gesellschafter gerückt haben, denn der Finanzinvestor 3i und Minderheitsgesellschafter Citic Capital planen, Formel D von einem auf Europa fokussierten Unternehmen zu einem Global Player auszubauen.

Der dafür nötige Rückenwind ist da: Über die vergangenen Jahre steigerte Formel D seine Erlöse im Schnitt um 17 Prozent pro Jahr auf inzwischen über 300 Millionen Euro. Den größten Teil erwirtschaften die Rheinländer allerdings in Europa.

michael.hedtstueck[at]finance-magazin.de