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Al-Ko schafft CFO-Ressort und beruft Nico Reiner

Der erste CFO der Firmengeschichte: Nico Reiner wird künftig für die Finanzen bei Al-Ko verantwortlich sein.
Al-Ko

Der Günzburger Fahrzeugtechnikanbieter Al-Ko reagiert nach eigenen Angaben auf „die wachsenden Anforderungen der fragilen internationalen Finanzmärkte“ und schafft erstmals ein eigenes CFO-Ressort. Dazu holt das Führungstrio um den Vorstandsvorsitzenden Stefan Kober und die beiden COOs Roland und Harald Kober externe Verstärkung ins Boot und wirbt CFO Nico Reiner vom Bielefelder Bauzulieferer Schüko ab.

Nico Reiner soll als CFO von nun an für Finanzen  und Personal verantwortlich sein – beide Ressorts hat er bereits bei seinem bisherigen Arbeitgeber verantwortet. Das Controlling soll künftig ebenfalls unter Reiners Verantwortungsbereich fallen. Bisher wurden die Finanzen von Roland Kober verwaltet.

Auch das Thema M&A wird auf Vorstandsebene verstärkt. Dieses fällt jedoch nicht wie bei vielen anderen Unternehmen in die Verantwortung des neu berufenen Finanzchefs, sondern wird von CEO Stefan Kober betreut. Dieser will das Unternehmen weiter wachsen lassen,  verstärkt auch anorganisch durch nationale und internationale M&A-Deals.

Die zunehmende internationale Ausrichtung des 1937 in Günzburg gegründeten Familienunternehmens schlägt sich in inzwischen weltweit 50 Standorten nieder. Im Juni 2013 erfolgte zudem die Umfirmierung der deutschen AG in die europäische SE. Neben der Fahrzeugbranche liefert Al-Ko auch viele Produkte in den Garten- und Hobbybereich.

CFO Nico Reiner wird erstes externes Vorstandsmitglied

Nico Reiner wird das einzige Nicht-Familienmitglied im Vorstand sein. Roland Kober wird künftig die Bereiche Lufttechnik sowie Garten und Hobby verantworten, während Harald Kober die Fahrzeugtechnik betreuen wird. Stefan Kober übernimmt neben dem M&A-Bereich zudem das Business Development und das Marketing und soll nach eigenen Angaben künftig auch zusätzliche neue Geschäftsfelder aufbauen.

Den durch die Finanzkrise auf 518 Millionen geschrumpften Umsatz aus dem Jahr 2009 konnte Al-Ko nach eigenen Angaben bis 2013 wieder auf Vorkrisenniveau und 700 Millionen Euro steigern. Für das Jahr 2014 war ursprünglich ein Umsatz von 725 Millionen Euro geplant gewesen.

Auf Grund der Ukraine-Krise und den Folgen weitere politischer Unruhen in Absatzmärkten von Al-Ko wird dieses Ziel aber unter Umständen nicht ganz erreichen werden können. Zu rund 31 Prozent erwirtschaftet das Familienunternehmen seine Umsätze in Deutschland, der Großteil mit 49 Prozent stammt aus dem übrigen Europa.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de

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