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Am Ende doch freiwillig: CFO Marco Schröter räumt Posten bei NSN

Schröter verlässt NSN zum zweiten Mal - nun allerdings freiwillig.
Finance

Mit Auflösung des Joint Ventures NSN scheidet Marco Schröter, CFO der deutschen NSN-Niederlassung in Düsseldorf, endgültig aus dem Unternehmen aus. Zuvor sorgte sein erster unfreiwilliger Abgang für Aufsehen. Im Februar 2013 kündigte NSN dem bis dato konzernweiten CFO Schröter fristlos und ernannte den bisherigen COO Samih Elhage zu seinem Nachfolger. Gut einen Monat später erwirkte Schröter auf juristischem Weg seine Wiederbeschäftigung. NSN setzte ihn fortan als Finanzvorstand für die deutsche Niederlassung in Düsseldorf ein. Der Auslöser soll ein Streit zwischen Konzernchef Rajeev Suri und Schröter bezüglich der künftigen Strategie des Joint Ventures gewesen sein. Nach der erzwungenen Wiedereinstellung bedankt sich NSN nun jedoch artig für die „erfolgreiche Arbeit“.

Schon bei Infineon war Schröter nicht ohne Auseinandersetzung gegangen: 2010 musste Schröter seinen Posten als CFO räumen, da ähnlich wie im Februar bei NSN Divergenzen im Bezug auf die künftige Geschäftsentwicklung vorgeherrscht hatten. Zudem war Schröter nicht bereit, seine Ressorts Strategie und M&A an Infineon-CEO Peter Bauer abzugeben, was einer Degradierung gleichkam. Nach zwei streitbehafteten und unfreiwilligen Abgängen innerhalb von drei Jahren verlässt Schröter NSN beim zweiten Mal nun doch freiwillig.

christiane.durner[at]finance-magazin.de