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CFO Bernd Hirsch will Symrise verlassen

Bernd Hirsch will Symrise zum Jahresende nach sechs erfolgreichen Jahren verlassen.
Symrise

Der MDax-Konzern Symrise verliert zum Jahresende seinen langjährigen Finanzchef Bernd Hirsch, wie der Holzmindener Aroma- und Duftstoffproduzent mitteitle. Das Unternehmen bedauere Bernd Hirschs Entschluss, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger sei bereits in die Wege geleitet, ließ Symrise verlauten.

Hirsch beerbte Ende 2009 CFO Dominique Yates und verantwortete in dieser Funktion unter anderem die Übernahme des französischen Aromenherstellers Diana im April vergangenen Jahres. Für rund 1,3 Milliarden Euro übernahm Symrise Diana von dem pan-europäischen PE-Investor Ardian.

Für die Finanzierung zapfte Hirsch sowohl den Kapitalmarkt als auch Banken an: Im Rahmen einer Kapitalerhöhung sammelte er brutto rund 400 Millionen Euro ein, zudem sicherte er eine Brückenfinanzierung über einen Konsortialkredit. Den Rest refinanzierte er über eine 500 Millionen Euro schwere Unternehmensanleihe, ausgestattet mit einem Kupon von 1,75 Prozent und einer fünfjährigen Laufzeit.

Seine Karriere begann der Diplom-Kaufmann 1998 als Audit Manager bei der WP-Gesellschaft Arthur Andersen. 2001 wechselte er zur Carl-Zeiss Gruppe, wo er zunächst den M&A-Bereich leitete und ein Jahr später zum CFO berufen wurde, um dann 2009 zu Symrise zu wechseln.

Neue Kapitalstruktur für Symrise unter CFO Bernd Hirsch

Hirschs Handschrift wird vor allem in der veränderten Kapitalstruktur seit seinem Amtsantritt deutlich: Das bilanzierte Eigenkapital wuchs insgesamt um rund 800 Millionen auf inzwischen knapp 1,5 Milliarden Euro an.

Gleichzeitig wurde die Fremdkapitalstruktur überarbeitet: Die Fremdverschuldung blähte sich zwar von rund 700 Millionen Euro auf knapp 2,3 Milliarden Euro auf, der Großteil der Verbindlichkeiten sind jedoch langfristiger Natur. So stiegen die langfristigen Verbindlichkeiten über diesen Zeitraum von rund 700 Millionen auf knapp 1,8 Milliarden an, wohingegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten lediglich um 100 Millionen auf 600 Millionen Euro anwuchsen.

Die Anleger scheinen mit der Arbeit von Hirsch zufrieden zu sein und quittieren sie mit einer Kursrallye, die selbst aus dem sehr guten Börsenklima hervorsticht: Seit Hirschs Amtsantritt Ende 2009 legte der Aktienkurs von 15 auf inzwischen 58 Euro zu. Das Vorkrisenniveau lag bei rund 20 Euro. Die beiden Anleihen notieren derzeit mit 108,45 und 103,37 Prozent deutlich über Par.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de