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Degradierung: H&R-CFO Rauch nur noch Berater des Südamerika-Geschäfts

Luis Rauch verliert seinen CFO-Posten.
Bildmaterial © copyright H&R AG

Der glücklose CFO der im SDax-notierten H&R-Gruppe, Luis Rauch, scheidet aus dem Vorstand des familiengeführten Chemieunternehmens aus, „in gegenseitigem Einvernehmen“, wie das Unternehmen betont. CFO Rauch gehörte dem Konzern erst seit Januar 2012 an und war maßgeblich mit der Umsetzung von Sparmaßnahmen und des Effizienzprogramms KAT10+ betraut.

CFO Rauch muss nach nur einem Jahr gehen

Rauch war gemeinsam mit dem aus der Eignerfamilie Hansen entsandten CEO Niels Hansen Anfang 2012 angetreten. Nach nur einem Jahr als CFO hatte Rauch wie andere Chemieunternehmen auch bereits eine Hiobsbotschaft vermelden: Obwohl H&R  für 2012 gegenüber dem Vorjahr eine leichte Umsatzsteigerung verzeichnete, brach der Gewinn im gleichen Zeitraum von 38,5 Millionen Euro auf 400.000 Euro ein. Erstmals in der Konzerngeschichte wurde keine Dividende ausgeschüttet. Die unter CFO Rauch umgesetzten Maßnahmen haben jedoch auch 2013 anscheinend noch nicht gefruchtet. So betrug der Verlust je Aktie für das erste Halbjahr 2013 11 Cent und der Fehlbetrag 3,3 Millionen Euro.

Personelle Konsequenzen hat der Konzern schon gezogen: Neben der Einsparung von 70 Stellen an den Standorten Hamburg und Salzbergen musste nun auch Rauch offenbar seine Vorstandsposition opfern. Einiges deutet auf einen Machtkampf zwischen Hansen und Rauch hin: Der neue CFO Wolfgang Hartwig wird nämlich, wie H&R schrieb, „zunächst“ nicht im Vorstand vertreten sein und direkt an den CEO Niels Hansen berichten. Offenbar wollte H&R einen Rauswurf Rauchs vermeiden. Er soll nun beim Aufbau des Südamerika-Geschäfts, wo H&R bislang noch nicht über große Geschäftsteile verfügt, beraten.

timur.cetin[at]finance-magazin.de

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