Der Maschinenbauer Manz hat ab Juni einen neuen CFO. Gunnar Voss von Dahlen folgt auf Martin Hipp.

Manz

13.03.17
CFO

Gunnar Voss von Dahlen wird neuer CFO bei Manz

Der bisherige CFO Martin Hipp verlässt Manz, Nachfolger wird Gunnar Voss von Dahlen. Er soll den Erholungstrend des lange Zeit schwer angeschlagenen Maschinenbauers fortsetzen.

Gunnar Voss von Dahlen wird ab Juni CFO bei dem Hightech-Maschinenbauer Manz. Er folgt auf Martin Hipp, der das Unternehmen „im besten gegenseitigen Einvernehmen“ verlassen wird, wie Manz in einer Pressemitteilung schreibt.

Zuletzt hatte Voss von Dahlen bei dem Traditionskonzern Heidelberger Druckmaschinen als Segment Financial Officer dem dortigen CFO Dirk Kaliebe zugearbeitet. Zuvor war von Dahlem elf Jahre unter anderem für die Region Asia-Pacific als Senior Financial Officer zuständig, bevor er zwischen 2011 und 2015  Finanzvorstand des Schweizer Druckspezialisten Gallus Ferd. Rüesch war, an dem Heidelberg eine Minderheitsbeteiligung hält.

„Gunnar Voss von Dahlen kennt aus seiner langjährigen Tätigkeit bei Heidelberg sämtliche Belange eines international agierenden Maschinenbauers und verfügt insbesondere in der für uns wichtigen Region Asien über einen reichen Erfahrungsschatz“, erklärte Manz-Gründer und Vorstandschef Dieter Manz die Auswahl des neuen CFOs.

Chinesischer Großaktionär rettet Manz

Der Reutlinger Maschinenbauer befindet sich gerade auf einem leichten Erholungskurs, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren schwer ins Straucheln geraten war. 2016 fiel trotz eines  Umsatzanstiegs von 4 Prozent auf 231 Millionen Euro aber immer noch ein Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 22,5 Millionen Euro an. Im Jahr davor lag der Ebitda-Verlust sogar bei 41,9 Millionen Euro.

Manz entwickelt vor allem Maschinen zur Produktion von Solarzellen. Die fehlende Nachfrage nach diesen Produkten hatte die Reutlinger schwer getroffen. Neue Hoffnung macht aber ein Großauftrag mit einem Volumen von 263 Millionen Euro, den Manz im Januar aus China erhalten hat. Das Projekt soll 2017 und 2018 umsatzwirksam werden.

Der Großauftrag kam unter kräftiger Mithilfe des neuen Großaktionärs Shanghai Electric zustande. Dieser chinesische Konzern war im Mai vergangenen Jahres über eine Tochtergesellschaft mit 19,7 Prozent bei Manz eingestiegen. Dadurch flossen dem Maschinenbauer rund 80 Millionen Euro an liquiden Mitteln zu, die die Folgen der anhaltenden Verluste für die Konzernkasse abfederten.

Der Gründer Dieter Manz und seine Frau Ulrike halten Aktien im Umfang von 27,3 beziehungsweise 24,7 Prozent. Manz hat seine Aktien aber im Rahmen einer Pool-Vereinbarung mit jenen des chinesischen Großaktionärs verbunden.

Von Dahlen ist nicht der erste aktuelle neue Top-Manager bei Manz. Im September vergangenen Jahres hatten die Reutlinger den Sanierungsspezialisten Eckhard Horner-Marass als Chief Restructuring Officer verpflichtet.

camilla.flocke[at]frankfurt-bm.com