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Jochen Götz wird neuer CFO von Daimler Trucks

Jochen Götz wird neuer CFO bei Daimler Trucks. Sein Vorgänger Matthias Gründler geht wohl zu VW.
Daimler

Der vor einem Jahr eingeleitete Wechsel des damaligen Chefs von Daimlers Nutzfahrzeugsparte, Andreas Renschler, macht bei Daimler Trucks & Buses nun auch eine Neubesetzung des CFO-Ressorts notwendig: Nach Renschler wird nun auch CFO Matthias Gründler Daimler verlassen. Offenbar folgt er seinem früheren Chef Renschler zu VW, der dort seit wenigen Wochen das Nutzfahrzeuggeschäft leitet. Dies berichtet das „Handelsblatt“. Als Nachfolger Gründlers hat Daimler Jochen Götz ausgewählt, der ab dem 1. März offiziell das Finanzressort der Daimler-Sparte leiten wird.

Mit Götz hat Daimler eine interne Nachfolgelösung gefunden: Der 44-Jährige ist seit über 25 Jahren für Daimler tätig und bringt nach Unternehmensangaben auch die nötige Expertise im Truck-Geschäft mit. Er hatte unter anderem leitende Positionen bei Mercedes-Benz Trucks, Powertrain und Daimler Trucks North America inne. Vor seiner Ernennung zum Finanzvorstand war er für  die Planung und Berichterstattung bei Mercedes-Benz Cars verantwortlich.

Muss auch Andreas Gründler mit Wechsel zu VW warten?

Zum Nutzfahrzeuggeschäft von VW gehören auch die beiden vor wenigen Jahren für einen zweistelligen Milliardenbetrag gekauften Lkw-Hersteller Scania und MAN. VW hat die Ambition, daraus einen führenden Nutzfahrzeuganbieter zu schmieden, aber noch hat die Integration gerade erst begonnen.

Renschler will dem „Handelsblatt“ zufolge das Lkw-Geschäft von VW in eine Holding auslagern – nach dem Vorbild von Daimler, wo er eine ähnliche Strategie gefahren hatte. Sofern es ihm gelingt, schnelle Erfolge zu erzielen, werden ihm auch Außenseiterchancen auf die Nachfolge von VW-Chef Martin Winterkorn eingeräumt. Allerdings hat Renschler nicht viel Zeit, sich zu bewähren, nachdem Daimler vor seinem Amtsantritt bei VW auf das ein Jahr laufende Konkurrenzverbot in Renschlers altem Anstellungsvertrag gepocht hatte. Inwieweit auch Gründler zunächst warten muss, bevor er zu dem Daimler-Rivalen nach Wolfsburg wechseln darf, ist bislang nicht bekannt.

anna.wulf[at]finance-magazin.de