Karin Sonnenmoser wird neue Finanzchefin bei Zumtobel.

Zumtobel

07.01.14
CFO

Karin Sonnenmoser wird neue Finanzchefin bei Zumtobel

Karin Sonnenmoser wird neue Finanzchefin (CFO) beim österreichischen Leuchtenhersteller Zumtobel. Die 44-jährige wechselt als Finanzchefin der Gläsernen Manufaktur in Dresden vom VW-Konzern aus nach Dornbirn und wird die Finanzaufgabe von Ulrich Schumacher übernehmen. Dieser ist nach der spektakulären Demission von CEO und CFO seit Oktober in beiden Funktionen tätig.

Der frühere Infineon-Chef Ulrich Schumacher bekommt Unterstützung bei Zumtobel: Das Management ist wieder komplett. Karin Sonnenmoser wurde zur neuen Finanzchefin (CFO) der Zumtobel AG bestellt. Die 44-jährige Diplom-Kauffrau unterschrieb einen Vertrag über drei Jahre und wird ihre Tätigkeit im Mai aufnehmen.

Sonnenmoser hält einen MBA im Schwerpunkt Accounting und ist seit 18 Jahren im VW-Konzern tätig, seit 2010  als Geschäftsführerin Finanzen und Controlling von Volkswagen Sachsen. 2011 übernahm sie zusätzlich die Finanzverantwortung in der Gläsernen Manufaktur in Dresden. Insgesamt trägt sie dort Mitverantwortung für 5,5 Milliarden Euro Umsatz und fast 10.000 Mitarbeiter.
 

Neue Finanzchefin kommt von Volkswagen

Bei Zumtobel erwartet sie keine leichte Aufgabe. Nach dem kollektiven Rückzug von CEO Harald Sommerer und CFO Mathias Dähn im vergangenen August dürfte der Konzern sich erstmal um Ruhe bemühen. Die beiden Topmanager waren im Streit über die zukünftige Strategie des Unternehmens ausgeschieden.

Die Lage ist schwierig, der Konzern muss die anspruchsvolle Transformation von der traditionellen Beleuchtung hin zur LED-Technologie bewältigen. Dafür hat der Aufsichtsrat unter Jürg Zumtobel nun zwei branchenfremde Manager verpflichtet. Der Ex-Infineon-CFO Schumacher wurde explizit wegen seiner Technologieexpertise verpflichtet, für die Automanagerin Sonnenmoser gilt dies nicht.

Bei Zumtobel wird sich ihr Hauptaugenmerk auf die Steigerung der Profitabilität richten müssen. Erste Akzente habe Schumacher bereits gesetzt, sagte eine Sprecherin. Mit nun wieder komplettem Vorstand will der Konzern die Wiederherstellung der alten Ertragskraft forcieren.

 

marc-christian.ollrog[at]finance-magazin.de