Finanzgeschäftsführer Darius Kauthe verlässt den Discounter Kik nach fast zehn Jahren im Amt. Einen Nachfolger gibt es noch nicht.

Kik

25.04.18
CFO

Kik-CFO geht nach fast zehn Jahren

Die Tengelmann-Tochter Kik verliert ihren langjährigen Finanzchef Darius Kauthe, der den Discounter insbesondere im Online-Handel stark gemacht hat. Im Bekleidungsgeschäft ist die Konkurrenz unverändert groß.

Finanzgeschäftsführer Darius Kauthe legt zum Jahresende seinen CFO-Posten beim Textildiscounter Kik nieder. Das teilte die Tengelmann-Tochter mit. Auf FINANCE-Anfrage erklärte eine Unternehmenssprecherin, dass es derzeit noch keinen Nachfolger für Kauthe gebe. Kauthe verlässt den Einzelhändler demzufolge „auf eigenen Wunsch“. „Nach fast zehn Jahren als CFO bei Kik ist es für mich Zeit, die beruflichen Weichen neu zu stellen“, lässt sich Kauthe zitieren.

Mit Kauthe verliert Kik nicht nur einen erfahrenen CFO, sondern auch einen versierten Spezialisten für den Einzelhandel: Schon seit 2009 ist er CFO von Kik, aber auch von der Tochter Kik Digital. Zuvor war der 50-Jährige Finanz- und IT-Vorstand bei der Warenhauskette Kaufland.

Kik-Chef Patrick Zahn würdigte besonders die Initiativen des scheidenden Finanzvorstands im Online-Bereich: „Darius Kauthe hatte entscheidenden Anteil daran, dass sich Kik in den letzten Jahren zu Deutschlands führendem Textildiscounter entwickelt und den Einstieg in das Online-Geschäft geschafft hat“, erklärte Zahn. Kik erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 mit mehr als 25.000 Mitarbeitern und 3.500 Filialen einen Umsatz von fast 2 Milliarden Euro. Die neuen Zahlen für 2017 hat das Unternehmen noch nicht vorgestellt.

Kik will 1,5 Milliarden Euro in Expansion pumpen

Zuletzt hatte der Discounter wiederholt angekündigt, sein Filialnetz deutlich auszubauen: Die Anzahl der Filialen soll bis 2022 auf rund 5.000 wachsen. Dafür sollen insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro investiert werden.

2019 will Kik auch in den US-Markt einsteigen, die ersten Kik-Filialen sind im  Großraum Chicago geplant. Derzeit befindet sich etwa ein Fünftel der Filialen im Ausland, viele davon in Osteuropa.

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