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Kiveda holt Ex-Escada-CFO Michael Börnicke als CEO

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Das Küchenportal Kiveda hat pünktlich zum Unternehmensstart seine Führungsmannschaft mit Michael Börnicke komplettiert. Der ehemalige Escada-Finanzchef steigt jetzt als CEO beim Berliner Start-up-Unternehmen ein. Das Küchenportal holte den 52-Jährigen an Bord, „weil er 20 Jahre im Fernsehgeschäft war und sich mit Werbung bestens auskennt“, sagte Geschäftsführer und Gründer Julian Strosek in einem Interview über seinen neuen CFO. Zunächst solle sich das Marketing auf das Internet konzentrieren, ab der zweiten Jahreshälfte 2013 wolle Kiveda auch auf Fernsehwerbung setzen.

Für Börnicke bedeutet der CEO-Posten bei dem Start-up-Unternehmen im Vergleich zu seinen vorhergehenden Jobs ein Abenteuer. Börnicke begann seine Karriere bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank, 1992 wechselte er dann in die Medienbranche. Zunächst war er kaufmännischer Direktor bei ProSieben; 1998 kam der Ruf zum Bezahlsender Premiere. Dort war Börnicke als Mitglied der Geschäftsleitung und später auch als Finanzvorstand für den Börsengang verantwortlich.

Bei der Modemarke Escada sollte er 2009 die Neuausrichtung begleiten – zuerst als CRO und später als Nachfolger von CFO Markus Schürholz. Ende 2009 ging Escada jedoch in die Insolvenz. Der Auslöser dafür war eine Anleihe, die sich nicht restrukturieren ließ. Börnicke führte Escada wieder an die Gewinnschwelle. Ende 2011 erreichte das Modeunternehmen eine schwarze Null. Im vergangenen November lief Börnickes Vertrag aus.

Jetzt folgte die berufliche Veränderung. Kiveda dürfte von den Erfahrungen des Zahlenmenschen Börnicke profitieren. Aus seiner Zeit bei Premiere und Escada kennt er sich mit schwierigen Restrukturierungen und Börsengängen aus.

anne-kathrin.meves[at]finance-magazin.de