Langzeit-CFO Leu verlässt Ista nach Übernahme

Ista

11.06.18
CFO

Langzeit-CFO Leu verlässt Ista nach Übernahme

Christian Leu hat bei Ista vier Private-Equity-Regentschaften durchlebt. Nach zwölf Jahren kehrt der CFO dem Energiedienstleister den Rücken. Sein Nachfolger steht für einen Strategieschwenk.

Generationswechsel bei Ista: Nachdem bereits vor rund drei Jahren Langzeit-CEO Walter Schmidt das Unternehmen verlassen hat, folgt mit Christian Leu nun auch der langjährige CFO diesem Beispiel. Er geht aus „persönlichen Gründen“, wie es in einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt. 

Beide Manager waren jeweils zwölf Jahre für den Wohnkostenabrechner aus Essen in der Verantwortung. Auch der für das operative Geschäft verantwortliche Jochen Schein scheidet bei Ista aus, wie das Unternehmen bekannt gab. Wohin es Leu und Schein nun zieht, ist nicht bekannt.

Leus Nachfolger wird mit Thomas Lemper ein Eigengewächs, der im Bereich Corporate Controlling & Finance bereits unter Leu gearbeitet hatte. Scheins Aufgaben übernehme zunächst CEO Thomas Zinnöcker. Der Ista-Chef bedankte sich überschwänglich bei Leu und Schein, die über die Jahre „wahnsinnig viel geleistet“ hätten und deren Ausscheiden für das Unternehmen „zu bedauern“ sei.

Vierter Finanzinvestor richtet Ista neu aus

Leu arbeitete in seiner Zeit bei Ista für vier verschiedene Private-Equity-Investoren. 2003 übernahm CVC das Unternehmen für rund 930 Millionen Euro von dem Energieriesen E.on. 2007 sicherte sich der britische PE-Investor Charterhouse für 2,4 Milliarden Euro die Mehrheit an Vista, die sich CVC 2013 schließlich für 3,1 Milliarden Euro zurückholte. Im Anschluss an diese klassischen Buy-outs übernahm im vergangenen Jahr für 4,5 Milliarden Euro mit CKI ein Infrastruktur-Fonds aus Hongkong Ista.

Der neue Eigentümer plant nun offenbar einen Strategieschwenk. „Als Teil des global aufgestellten CKI-Konzerns ergeben sich für die Entwicklung unseres Unternehmens neue Chancen, die wir derzeit prüfen und in unsere strategische Planung einfließen lassen“, heißt es. So will Ista künftig neben dem Fokus auf das Kerngeschäft zur Abrechnung von Heiz- und Warmwasserkosten in Mehrfamilienhäusern stärker in „Innovationen rund um das Connected Home“ investieren.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de