Ab 1. Januar 2021 erste Frau im Konzernvorstand der LBBW: Finanzchefin Stefanie Münz

LBBW

16.07.20
CFO

LBBW macht Stefanie Münz zur CFO

Mit Stefanie Münz zieht erstmals eine Frau in den Konzernvorstand der Landesbank Baden-Württemberg ein. Die Managerin soll ab Anfang 2021 das neu geschaffene Finanzressort führen. Aber das ist nicht die einzige Rochade bei den Schwaben.

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat erstmalig eine Frau in den Konzernverstand berufen. Stefanie Münz werde den neuen CFO-Posten zum 1. Januar 2021 antreten, teilte das Finanzinstitut mit. Die 40-Jährige verantwortet seit 2018 als Bereichsvorständin die Themen Finanzen, Strategie und Digitalisierung. Mit ihrer Ernennung entfällt diese Position zukünftig.

Die in Bruchsal geborene Betriebswirtin mit einem MBA der Fachhochschule für Ökonomie und Management in Frankfurt ist ein echtes Eigengewächs: Ihre berufliche Karriere begann sie im Jahr 2002 im Controlling der LBBW-Tochter Südleasing. Es folgten verschiedene Positionen im Risikomanagement und im Controlling bei der Landesbank.

LBBW-Risikovorstand Volker Wirth geht in Ruhestand

Neben den Finanzgeschäften wird Stefanie Münz zukünftig auch zusätzlich die Leitung des Ressorts Operations und Prozesse übernehmen, welches zuvor unter die Ägide von Risikovorstand Volker Wirth fiel. Der 65-jährige Wirth scheidet Ende 2020 aus Altersgründen aus. Für ihn übernimmt Anastasios Agathagelidis. Er ist seit 2012 Bereichsleiter im Risikomanagement.

„Ich freue mich, dass wir mit Frau Münz und Herrn Agathagelidis zwei Eigengewächse der LBBW in den Konzernvorstand berufen“, kommentierte LBBW-Aufsichtsratschef Christian Brand die Personalien. Gleichzeitig dankte er dem scheidenden Volker Wirth für seine erfolgreiche Tätigkeit in den letzten Jahren. Der Finanzmanager gehörte seit 2014 dem Vorstand an und verantwortete unter anderem die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling sowie Operations und Prozessmanagement. 

LBBW stabilisierte Gewinn im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr hat die LBBW einen Gewinn vor Steuern von 612 Millionen Euro erzielt, was etwa 11,4 Prozent mehr als im Vorjahr entspricht. Dabei blieb der Vorsteuergewinn im Firmenkundengeschäft  das zweite Jahr in Folge stabil, während das Kapitalmarktgeschäft nach einem extrem schwachen Jahr im vergangenen Jahr wieder etwas zugelegte. Profitiert haben die Schwaben vor allem im Geschäft mit der Immobilien- und Projektfinanzierung.

Aber auch nach der konjunkturellen Abkühlung im vergangenen Jahr schaut die Landesbanken bei Krediten genauer hin. „Keine Frage, Banken sind sicher wählerischer geworden“, sagt Firmenkundenvorstand Karl Manfred Lochner noch im Januar im Interview mit FINANCE. Noch vor der Coronavirus-Pandemie äußerte er sich zum Automobilsektor: „Rückläufige Absatzzahlen und der technische Umbruch hin zu neuen Antriebstechnologien führen dazu, dass Kreditgeber bei Automotive-Finanzierungen aufmerksamer werden.“ Im aktuellen FINANCE-Banken-Survey 2020 rangiert die LBBW als beste Landesbank auf Platz 4 im Gesamtranking – nach Commerzbank, Deutsche Bank und Hypovereinsbank.

martin.barwitzki[at]finance-magazin.de

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