Carsten J. Haake wird mit sofortiger Wirkung die Finanzen und die Administration bei MV Werften verantworten.

MV Werften

08.06.18
CFO

MV-Werften-CFO gibt Posten schon wieder ab

Der Werftenbetreiber MV Werften hat mit Carsten J. Haake einen neuen Finanzchef an Bord geholt. Sein Vorgänger Richard Gruenhagen war nur kurz im Amt.

Der Werftenbetreiber MV Werften hat einen neuen CFO verpflichtet: Ab sofort wird Carsten J. Haake als Geschäftsführer die Bereiche Finanzen und Administration leiten, wie die Mecklenburger mitteilten. „Ich freue mich auf die anspruchsvolle Aufgabe, MV Werften mit seinem einzigartigen Bauprogramm wirtschaftlich optimal aufzustellen und international auf dem Kreuzfahrtschiffbaumarkt zu positionieren“, so Haake über seine zukünftige Tätigkeit.

Der 51-Jährige ist bereits seit 2003 Geschäftsführer und CFO des Bremerhavener Schwesterunternehmens Lloyd Werft, bei dem er seit 2012 außerdem als Vorstandsmitglied tätig ist. Diese Position wird er auch nach seiner Berufung bei MV Werften weiter ausüben, wie das Unternehmen mitteilte. Zuvor hatte Haake verschiedene Führungspositionen bei der Commerzbank inne, zuletzt als Gruppenleiter des Firmenkundengeschäfts sowie als Abteilungsdirektor in der Großkundenbetreuung.

Eigentümer Genting setzt Wachstumskurs fort

Haake folgt als Finanzchef auf Richard Gruenhagen, der erst im Februar vergangenen Jahres zu MV Werften gekommen war. Gruenhagen hatte neben dem Finanzressort ebenfalls die Administration verantwortet. Er sollte die Umstrukturierung des Unternehmens begleiten und es wirtschaftlich optimal aufstellen, um es auf dem internationalen Kreuzfahrtschiffbaumarkt zu positionieren, hieß es damals zu seiner Berufung. Warum der Ex-ABB-Manager den CFO-Posten bereits nach anderthalb Jahren abgegeben hat und ob er das Unternehmen verlassen hat, kommentierte MV Werften auf FINANCE-Anfrage nicht.

Die Ostseewerften Wismar, Rostock und Stralsund befinden sich seit April 2016 im Besitz des asiatischen Genting-Konzerns, im Juli des selbigen Jahres wurden sie als „MV Werften“ unter ein Dach gezogen. Die Lloyd-Werft in Bremerhaven hatte Genting bereits Anfang 2016 in seine Obhut gebracht. Dieser kündigte damals ein massives Neubauprogramm mit einem Investitionsvolumen für die Ostseestandorte von rund 100 Millionen Euro an. 2017 gab Genting gleich zweimal eine Gewinnwarnung aus, verfolgte das Investitionsprogramm für MV Werften jedoch weiter.

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