Der deutsche Lebensmittelhersteller Carl Kühne, bekannt für seine Essiggurken, bekommt nach 20 Jahren einen neuen Finanzchef.

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17.10.18
CFO

Neuer CFO für Lebensmittelkonzern Kühne

Rücktritt nach 20 Jahren: CFO-Urgestein Henning Fastrich verlässt das Hamburger Familienunternehmen Carl Kühne. In wenigen Wochen übernimmt sein Nachfolger Christian Strey.

Generationswechsel im Finanzressort des Hamburger Familienunternehmens Carl Kühne: Der Lebensmittelhersteller verliert seinen Finanzchef Henning Fastrich, der zum 30. November nach rund 20 Jahren im Amt Kühne auf eigenem Wunsch verlassen wird, „um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen“, wie es in einem offiziellem Statement des Lebensmittelherstellers heißt. Wie es für Fastrich beruflich weitergeht, ist bisher nicht bekannt.

Kühne ist einer der europaweit größten Produzenten von Essig, Senf, Gewürzgurken und anderen Gemüsekonserven. Der Umsatz beträgt 328 Millionen Euro, wovon ein gutes Drittel aus dem Auslandsgeschäft kommen dürfte. Die Wurzeln des Familienunternehmens reichen bis ins Jahr 1722 zurück. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen knapp 1.500 Mitarbeiter.

Christian Strey kommt von Stern-Wywiol zu Kühne

Der scheidende Finanzchef Fastrich ist im Unternehmen hoch angesehen. Das spiegelt sich auch in den Kommentaren von Kühne-Chef Stefan Leitz zu seinem Rückzug wider: „Wir bedauern seine Entscheidung sehr und danken Henning Fastrich auch im Namen aller Mitglieder der Geschäftsleitung und des Beirats sowie der Gesellschafter für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und seine langjährigen wertvollen Beiträge für die Carl Kühne KG.“

Fastrichs Nachfolger wird der 46-Jährige Christian Strey. Er arbeitete zuletzt ebenfalls in einem Familienunternehmen aus dem Lebensmittelbereich, der Stern-Wywiol-Gruppe. Der Hersteller von Lebensmittelzusätzen und Nahrungsergänzungsmitteln sitzt ebenfalls in Hamburg. Strey steigt Anfang November ein und übernimmt von Fastrich neben dem Finanz- auch noch das IT-Ressort. Bis Ende November soll Fastrich seinen Nachfolger noch einarbeiten.

Nach einem BWL-Studium und einer Ausbildung zum Chartered Financial Analyst (CFA) sammelte der neue Kühne-CFO Unternehmensangaben zufolge Erfahrungen in verschiedenen, auch börsennotierten  mittelständischen Unternehmen. Dazu zählen auch M&A-Projekte. Zu seinen früheren Arbeitgebern zählen FINANCE-Recherchen zufolge unter anderem der vor einigen Jahren insolvent gegangene Filialist Strauss Innovation sowie Grundig Intermedia und der Finanzinvestor Allianz Capital Partners.

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