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Takko tauscht CFO nach Finanzrestrukturierung aus

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Stephan Hungeling leitet ab September die Finanzgeschicke des Fashion-Discounters Takko. Foto: Takko
Stephan Hungeling leitet ab September die Finanzgeschicke des Fashion-Discounters Takko. Foto: Takko

Neue Aufgabe für Stephan Hungeling: Er wird Finanzchef bei Takko Fashion, wie der Konzern bekanntgegeben hat. Der promovierte Doktor der Philosophie werde den CFO-Posten von September an bekleiden. Als neuer Finanzvorstand wird Hungeling die Bereiche Finanzen und Controlling, Recht und Compliance sowie IT verantworten. Er berichtet an Vorstandschef Tjeerd Jegen.

Stephan Hungeling „bringt ein tiefes Verständnis von Unternehmensstrategie, -transformation und Digitalisierung mit. Seine Vision und Branchenkenntnis werden uns bei der erfolgreichen Umsetzung unserer Strategie helfen“, lässt sich der seit März 2022 amtierende Vorstandschef Jegen zitieren.

Hungeling folgt damit auf Kurt Rosen, der im Juni 2021 CFO bei Takko Fashion geworden war. Damals befand sich der Modekonzern in Folge der coronabedingten Schließungen in finanzieller Schieflage, musste zudem mehrere Management-Wechsel in kurzer Zeit verkraften. Wer Rosens neuer Arbeitgeber wird, ist noch nicht bekannt.

CFO Hungeling kommt von Christ

Der neue Takko-Finanzchef Hungeling wechselt von der Juwelierkette Christ zu Takko. Bei Christ arbeitete er seit 2017 als Gruppengeschäftsführer. Vor seiner Zeit als Christ-CEO konnte Hungeling jedoch bereits CFO-Erfahrung sammeln: Zwei Jahre war er Kaufmännischer Geschäftsführer bei der Parfümeriekette Douglas.

Stephan Hungeling sieht in der neuen Kapitalstruktur von Takko ein verbessertes Finanzprofil. Foto: Takko

Bereits im März dieses Jahres war publik geworden, dass Hungeling seinen Posten als CEO der Juwelier-Kette Christ an Marco Carraro abgibt, nachdem Christ von der italienischen Morellato-Gruppe übernommen wurde. Verkäufer war der Finanzinvestor 3i.

Takko gehört seit August drei Hedgefonds

Mit dem Wechsel zu Takko bleibt Hungeling sich treu: Er heuert wieder bei einem Unternehmen an, das eine Private-Equity-Historie hat. Der Private-Equity-Investor Apax hatte Takko im Jahr 2010 von Advent übernommen, damals stand sogar ein Börsengang als Exit-Option im Raum. In den vergangenen Jahren verschärfte sich die Lage bei dem Mode-Discounter allerdings immer weiter, Corona gab dem Unternehmen den Rest.

Bereits im Frühjahr bahnte sich ein Debt-Equity-Swap bei dem Unternehmen an. Seit Mitte August gehört Takko Fashion nun den drei Hedgefonds Silverpoint Capital, Napier Park Global Capital und Albacore. Mit dem Eigentümerwechsel ging ein Schuldenschnitt über 250 Millionen Euro einher. Der ehemalige Besitzer Apax ist seitdem mit einer Minderheit an Takko beteiligt.

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Auf der Plattform Linkedin zeigt sich der scheidende CFO Rosen angesichts des Mitte August abgeschlossenen Deals optimistisch: „Wir verfügen nun über ein verbessertes Finanzprofil, das sich positiv auf künftige Investitionen und Geschäfte auswirken wird“.  Takko bezeichnet sich selbst als „Quality Fashion Discounter“ und betreibt laut seiner Website knapp 2.000 Filialen in 17 Ländern mit 18.000 Mitarbeitern. Im Jahr 2022 kam das Unternehmen auf 1,2 Milliarden Euro Umsatz.