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06.11.19
CFO

Trivago-CFO Axel Hefer wird CEO

Wechsel in der Führungsetage bei Trivago: Noch-CFO Axel Hefer steigt zum CEO auf und folgt auf Rolf Schrömgens, der in den Aufsichtsrat wechselt. Ein Nachfolger für den Finanzchef ist bereits gefunden.

Trivago bekommt einen neuen CEO: Zum 1. Januar übernimmt Axel Hefer, aktuell Finanzchef des Hotel-Suchmaschinenbetreibers, den Chefposten beim Unternehmen. Er folgt damit auf Trivago-Mitbegründer Rolf Schrömgens, der nach 15 Jahren im Amt in den Aufsichtsrat wechselt.

Axel Hefer ist seit 2016 als Finanzvorstand bei Trivago beschäftigt. Er hat das Unternehmen Ende 2016 an die US-Tech-Börse Nasdaq geführt. Trivago habe seinen Verantwortungsbereich in den vergangenen Jahren bewusst ausgeweitet, um ihn auf eine mögliche CEO-Rolle vorzubereiten, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.

Matthias Tillmann wird neuer Trivago-CFO

Vorher hat Hefer unter anderem als COO und CFO in Personalunion beim Online-Möbelhändler Home24 sowie als Managing Director von One Equity Partners, einem Private Equity-Unternehmen der amerikanischen Bankengruppe JPMorgan Chase, gearbeitet. Seine Karriere hatte er als Senior Associate bei der Unternehmensberatung McKinsey gestartet.

Ein Nachfolger für Hefer ist bereits gefunden: Neuer CFO wird der bisherige Senior Vice President Matthias Tillmann. Tillmann kam 2016 zum Unternehmen und war seitdem unter anderem als Head of Strategy and Investor Relations tätig. Er hat ebenfalls den Trivago-IPO intensiv begleitet, wie das Unternehmen bei seiner Berufung hervorhebt. Vor seiner Zeit bei Trivago hat er als Investmentbanker bei der Deutschen Bank gearbeitet.

Neuer Trivago-Chef Hefer braucht einen Masterplan

Auf das neue Führungsduo Hefer und Tillmann kommen einige Aufgaben zu. Während das Unternehmen nach seinem IPO Ende 2016 zunächst einen fulminanten Start am Kapitalmarkt hingelegt hat und sich der Wert der Aktie im ersten halben Jahr auf 23 US-Dollar verdoppelte, stürzte der Kurs in der Folgezeit rasant ab und notiert jetzt beim Tiefstwert von rund 2,60 Dollar. Das Papier geriet vor allem unter Druck, als Trivago im September 2017 eine Gewinnwarnung herausgab und im April 2018 die Umsatzprognose kassierte. Größter Aktionär ist mit 60 Prozent der Anteile das Reiseportal Expedia.

Trivago-Aktie seit Sommer 2017 auf Talfahrt

Trivago schreibt zwar seit einem Jahr schwarze Zahlen, dennoch bleibt der Kapitalmarkt skeptisch. Die gestern vorgelegten Zahlen zum 3. Quartal 2019 enttäuschten die Anleger ebenfalls: Der Umsatz mit rund 250 Millionen Euro stagnierte verglichen mit dem Vorjahr faktisch. Der Gewinn brach sogar massiv ein, von rund 10 Millionen Euro im 3. Quartal 2018 auf 300.000 Euro im 3. Quartal 2019.

Das Unternehmen muss der starken Konkurrenz wie Booking.com, Tripadvisor oder Airbnb trotzen. Auf die Frage, worauf der Kapitalmarkt jetzt noch warten würde, antwortete CFO Hefer gegenüber „Börse Online“: „Wie sieht das Wachstumspotenzial in der Zukunft aus? Das hat man in den zurückliegenden Quartalen nicht so gut sehen können, weil wir die Marketingausgaben sehr stark optimiert haben. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung.“ Der designierte CEO steht nun vor der Aufgabe, den Kapitalmarkt langfristig wieder für sich zu gewinnen.

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