Deutsche Telekom

22.12.17
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Deutsche Telekom stärkt Österreich-Geschäft mit Milliardendeal

Die deutsche Telekom ist auf Expansionskurs und kauft die Österreichsparte von Liberty Global. Der Transaktion liegt ein Ebitda-Multiple von 6,8 zugrunde.

Die Telekom-Tochter T-Mobile Austria übernimmt den führenden österreichischen Kabelnetzbetreiber UPC Austria von Liberty Global. Dies kündigte die Deutsche Telekom am heutigen Freitag an. Der Abschluss der Transaktion wird in der zweiten Jahreshälfte 2018  erwartet, die Genehmigungen der Wettbewerbsbehörden stehen noch aus.  

Inklusive Schulden bewertet die Telekom das Österreichgeschäft von Liberty Global mit 1,9 Milliarden Euro (Enterprise Value). Aus der Relation des Unternehmenswertes zum erwarteten Ebitda für 2018 ergibt sich somit ein Multiple von 6,8. Laut der Telekom liege der Kaufpreis damit auf dem Niveau vergleichbarer Transaktionen in der Branche.  

Telekom will Mobilfunk und Festnetz aus einer Hand

Mit der Übernahme will der Konzern Festnetz- und Mobilfunk-Services in Österreich aus einer Hand anbieten. Es sollen Synergien mit einem Barwert von 800 Millionen Euro (nach Integrationskosten) erzielt werden. Die Synergiepotenzial sieht die Telekom besonders in den Bereichen IT und Netzbetrieb. Die Telekom erwartet, dass sich der Erwerb bereits vom ersten vollständigen Jahr der Umsetzung an positiv auf den Free Cashflow und das Ergebnis je Aktie des Konzerns auswirkt. 

Das Unternehmen wird nach seinem Zusammenschluss rund 6,7 Millionen Kundenbeziehungen haben, der Gesamtumsatz soll für 2017 bei 1,2 Milliarden Euro liegen.

Zweiter Zukauf der Deutschen Telekom in einer Woche

Für die Telekom ist dies bereits der zweite Zukauf in kurzer Zeit: Vor einer Woche erst verkündete die Telekom-Tochter T-Mobile NL die Übernahme der niederländischen Tochter von Tele2 für 190 Millionen Euro. Auch hierdurch versucht die Telekom ihre Position bei konvergenten Angeboten aus Festnetz und Mobilfunk zu stärken. 

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