DMG Mori Seiki AG

10.03.15
Deals

DMG Mori Seiki bessert Gildemeister-Angebot erneut nach

DMG Mori Seiki macht im Übernahmeverfahren mit Gildemeister ernst und erhöht abermals sein Angebot. Damit dürften auch die letzten zögernden Aktionäre nachgeben, denn die Japaner geben ihnen noch einen weiteren Anreiz, ihre Aktien anzudienen.

Die Übernahme des deutschen Maschinenbauers Gildemeister (inzwischen DMG Mori Seiki AG) durch den japanischen Kooperationspartner DMG Mori Seiki Co. Ltd. ist auf der Zielgeraden. Nachdem die Japaner ihr Kaufangebot bereits vergangene Woche von 27,50 Euro auf 30 Euro aufgestockt hatten, besserten sie heute erneut nach. Der Zuschlag von 0,55 Euro je Aktie soll laut Unternehmensangaben der Dividende entsprechen, die den Aktionären bei der kommenden Hauptversammlung angeboten werden soll.

Das neue Angebot liegt bei 30,55 Euro, gleichzeitig hat DMG Mori Seiki die geforderte Mindestannahmeschwelle von 50 auf 40 Prozent gesenkt. Weil DMG Mori Seiki  außerbörslich in den vergangenen Tagen noch weitere Aktien hinzugekauft hat, haben die Japaner ihre selbst gesetzte Hürde von mindestens 40 Prozent inzwischen schon überwunden. Damit haben alle freien Aktionäre, die im Rahmen des Übernahmeangebots ihre Aktien andienen, nun eine außergewöhnlich hohe Transaktionssicherheit, dass der Deal auch tatsächlich vollzogen wird.

DMG Mori Seiki: Das dritte Angebot scheint zu genügen

Nach Meinung von Vorstand und Aufsichtsrat der früheren Gildemeister sollte dieses Angebot genügen, um die noch zögernden Aktionäre zu überzeugen. Diese müssen sich bis zum 25. März entscheiden, das Angebot anzunehmen.

Das erste Angebot von 27 Euro, das die Japaner im Januar vorgelegt hatten, wurde von Analysten als zu niedrig eingestuft. Die Prämie über dem gewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate vor dem Angebot betrug etwa 28,6 Prozent. Durch die zweimalige Nachbesserung klettert der Aufschlag laut Unternehmensangaben nun auf 43 Prozent.

Die Aktie notiert derzeit bei 30,75 Euro und liegt damit wie bereits nach den ersten beiden Offerten über dem Angebotspreis. Anfang Januar stand der Kurs noch bei rund 24 Euro.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de