Jungheinrich kauft in Australien zu

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Nach dem Deal mit EP Equipment ist die Übernahme von All Lift Forklifts die zweite Transaktion von Jungheinrich in der Asien-Pazifik-Region innerhalb kürzester Zeit. Foto: Björn Wylezich - stock.adobe.com 
Nach dem Deal mit EP Equipment ist die Übernahme von All Lift Forklifts die zweite Transaktion von Jungheinrich in der Asien-Pazifik-Region innerhalb kürzester Zeit. Foto: Björn Wylezich - stock.adobe.com 

Jungheinrich setzt auf Down Under: Die Hamburger kaufen den australischen Staplervermieter und Händler All Lift Forklifts. Das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in Sydney und sechs Standorten in Australien verfügt über eine Mietflotte an Flurföderzeugen und bedient Kunden aus verschiedenen Branchen. Auch nach der Übernahme soll All Lift unter eigenem Namen am Markt auftreten.

Mit dem Deal will Jungheinrich seine Position in Australien stärken, einem der größten Material-Handling-Märkte der Asien-Pazifik-Region. Zugleich baut der Konzern mit dem Mietgeschäft ein Segment aus, das nach Einschätzung der Hamburger an strategischer Bedeutung gewinnt.

Jungheinrich setzt auf Wachstum außerhalb Europas

Der Deal fügt sich in die Strategie 2030+ ein, mit der Jungheinrich seine internationale Präsenz gezielt ausbauen will – insbesondere in Wachstumsmärkten außerhalb des Heimatmarktes Europa. Neben der geografischen Expansion gehört der Ausbau des Miet- und Servicegeschäfts zu den Kernelementen der Agenda.

Ebenfalls im Rahmen dieser Strategie erwarb Jungheinrich zuletzt eine Minderheitsbeteiligung von knapp 5 Prozent am chinesischen Flurförderzeughersteller EP Equipment. Die Transaktion vertieft eine strategische Partnerschaft, die beide Unternehmen bereits im Mai 2025 vereinbart hatten. EP Equipment produziert schon jetzt Teile des Jungheinrich-Portfolios unter der Marke AntOn, die auf standardisierte Geräte im Mid-Tech-Segment zielt.

Jungheinrich unter Druck

Die strategische Neuausrichtung fällt dabei in eine Phase des Umbruchs bei den Hamburgern. Der operative Gewinn brach zuletzt deutlich ein – im ersten Quartal 2026 lag das Ebit bei nur noch 56,5 Millionen Euro, nach 104,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Zölle, starke Konkurrenz aus China und ein laufendes Transformationsprogramm belasten das Ergebnis. Hinzu kommt Unruhe auf der Führungsebene: CFO Heike Wulff verließ das Unternehmen nach nur wenigen Monaten im Amt, CEO Lars Brzoska führt die Finanzen seither interimistisch.

Frederic Haupt ist Redakteur bei FINANCE und betreut schwerpunktmäßig die Themen Private-Equity und M&A. Er hat Journalismus und Unternehmenskommunikation an der Media University (ehemals HMKW) studiert. Nach dem Studium hat er sein Volontariat bei F.A.Z. Business Media absolviert und dabei neben FINANCE für weitere Publikationen des Verlags gearbeitet, unter anderem für die Personalwirtschaft und das Wir-Magazin.

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