Steyr Motors kauft Marinemotorenhersteller
Das österreichische Rüstungsunternehmen Steyr Motors schlägt in Dänemark zu und übernimmt den Marinemotorenhersteller Bukh A/S. Die Akquisition erweitert das Produktportfolio der Österreicher, die sich davon neue Marktchancen und eine Stärkung der Marktposition im Marine- und Defense-Segment erhoffen. Bukh ist ein führender Anbieter im Solas-Segment, das strenge Sicherheitsanforderungen für Rettungs- und Einsatzboote umfasst.
Bukh bringt ein starkes internationales Distributoren- und Servicenetzwerk mit, das den Marktzugang in Asien und Südamerika verbessern soll. Die erweiterte Leistungsbandbreite eröffnet zudem neue Möglichkeiten im Bereich unbemannter Systeme. Der Deal wird durch eine Kombination aus liquiden Mitteln und einer Sachkapitalerhöhung finanziert und soll bereits im ersten Konsolidierungsjahr Ebit-steigernd wirken.
Aicuris wird japanisch
Aicuris ist künftig in japanischer Hand. Das Wuppertaler Biotechunternehmen wird über die US-Tochter Veloxis Pharmaceuticals des japanischen Technologiekonzerns Asahi Kasei übernommen. Der Kaufpreis liegt bei rund 780 Millionen Euro. Die Japaner erhoffen sich von der Akquisition, die Präsenz in der Behandlung schwerer viraler Infektionen zu stärken.
Asahi Kasei plant, die Stärken von Aicuris in Forschung und Entwicklung mit seiner eigenen Expertise zu kombinieren, um die Markteinführung neuer Produkte zu beschleunigen. Die Übernahme unterstützt Asahi Kaseis Ziel, ein führendes globales Pharmaunternehmen zu werden, indem es seine Aktivitäten in Japan, den USA und Europa integriert. Bank of America Europe DAC und Gibson Dunn beraten Aicuris bei dieser Transaktion.
Aicuris wird japanisch
Aicuris ist künftig in japanischer Hand. Das Wuppertaler Biotechunternehmen wird über die US-Tochter Veloxis Pharmaceuticals des japanischen Technologiekonzerns Asahi Kasei übernommen. Der Kaufpreis liegt bei rund 780 Millionen Euro. Die Japaner erhoffen sich von der Akquisition, die Präsenz in der Behandlung schwerer viraler Infektionen zu stärken.
Asahi Kasei plant, die Stärken von Aicuris in Forschung und Entwicklung mit seiner eigenen Expertise zu kombinieren, um die Markteinführung neuer Produkte zu beschleunigen. Die Übernahme unterstützt Asahi Kaseis Ziel, ein führendes globales Pharmaunternehmen zu werden, indem es seine Aktivitäten in Japan, den USA und Europa integriert. Bank of America Europe DAC und Gibson Dunn beraten Aicuris bei dieser Transaktion.
Rückzug aus Indien: Novartis setzt auf die USA
Das Schweizer Pharmaunternehmen Novatis verkauft seine Beteiligung an der indischen Tochter Novatis India. Der Anteil von 70,68 Prozent geht für einen Kaufpreis von rund 19 Milliarden US-Dollar (rund 16 Milliarden Euro) an die Private-Equity-Firmen Waverise Investments, Chris Capital und Two Infinity Partners. Die Transaktion ließ den Kurs von Novatis India um fast 20 Prozent in die Höhe schießen, während der Aktienwert der Muttergesellschaft in Europa nahezu unverändert blieb.
Infolge einer strategischen Überprüfung des indischen Geschäfts vor zwei Jahren zieht sich der Schweizer Pharmakonzern aus dem Land zurück. Künftig legt Novartis seinen Fokus verstärkt auf die USA: Als Reaktion auf geplante Importzölle unter Trump kündigte der Konzern Investitionen in Höhe von 23 Milliarden Dollar (rund 19,5 Milliarden Euro) sowie den Bau von elf neuen Fabriken in den USA an.
Weitere M&A-Deals
Wienerberger akquiriert die italienische Italcer Group, einen Hersteller von Keramiklösungen mit Werken in Italien und Spanien. Zunächst erwirbt der Wiener Baustoff- und Infrastrukturkonzern eine Mehrheitsbeteiligung von 50 Prozent plus einer Aktie, die verbleibenden Anteile können im ersten Halbjahr 2027 per Kaufoption aufseiten der Österreicher folgen. Neben einem zusätzlichen Ebitda von mehr als 100 Millionen Euro erhofft sich Wienerberger von der Übernahme den Ausbau des Renovierungsgeschäftes sowie ein erweitertes Angebot für Baustoffe. Die Transaktion soll im zweiten Quartal dieses Jahres vollzogen werden.
Konsolidierung am Nonfood-Discount-Markt: Kodi übernimmt ostdeutschen Händler Mäc-Geiz. Beide Unternehmen werden unter der Gesellschaft Kodi Beteiligung geführt, wobei FG Invest 80 Prozent hält und die MTH-Gruppe 20 Prozent. Die Marken bleiben bestehen, und Synergien sollen vor allem im Einkauf genutzt werden. Der Zusammenschluss umfasst rund 350 Filialen in Deutschland.
Der Kölner Stadt-Anzeiger von DuMont übernimmt die Kölnische Rundschau und deren redaktionelle Verantwortung. Die Zusammenarbeit mit dem Heinen Verlag bestand seit 1998, wobei redaktionelle Inhalte zugeliefert wurden. Die Integration erfolgt aufgrund wirtschaftlicher Herausforderungen im Leser- und Werbemarkt. Die Kölnische Rundschau bleibt als eigenständige Marke bestehen, erhält jedoch Unterstützung durch den Newsroom des Kölner Stadt-Anzeigers.
Erst Zusammenschluss, dann Rebranding: Ein Jahr nach der Fusion von Fincompare und Compeon treten der Finanzberater und das Finanzportal fortan als eine Marke auf. Unter dem Namen Fynbiz möchte das Unternehmen einen gemeinsamen Markenauftritt sowie eine einheitliche Identität in den Markt tragen. Das Rebranding bildet den letzten Schritt der Integrationsphase. Fynbiz positioniert sich zwischen traditionellen Banken und digitalen Anbietern, um kleinen und mittleren Unternehmen Zugang zu Finanzierungslösungen zu bieten.
Die Nobix Group setzt ihre Expansionsstrategie fort: Nach dem Zukauf von Albakom erwirbt der Managed Service Provider mit Netmin ein weiteres IT-Systemhaus innerhalb eines Monats. Durch die Akquise des Freudenstädter Datev-Spezialisten erweitert die Nobix Group ihr Geschäft in Süddeutschland und baut ihre Datev-Expertise aus.
Blick in den M&A-Markt
Der Bund darf Rosneft Deutschland übernehmen. Die Entscheidung der EU-Kommission basiert auf einer unbefristeten Treuhandschaft nach nationalem Recht. Der Bund hatte nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs bereits zeitlich befristet die Kontrolle über Rosneft Deutschland und Anteile an den Raffinerien PCK Schwedt, Miro Karlsruhe und Bayernoil Vohburg gehalten. Rosneft ist ein russischer Ölkonzern, der mehrheitlich in staatlicher Hand ist, und vor dem Überfall Russlands einer der größten Erdölverarbeiter Deutschlands war.
Deals in Verhandlung
Der Prothesenhersteller Ottobock plant den Verkauf seines Standorts im thüringischen Königsee, wo 270 Mitarbeiter in der Rollstuhlsparte beschäftigt sind. Das Unternehmen führt Gespräche mit mehreren Interessenten und erwartet in den kommenden Monaten erste Vertragsabschlüsse. Ziel ist es, den Standort und die Arbeitsplätze zu erhalten. Die Trennung erfolgt, da das Rollstuhlgeschäft nicht mehr zur strategischen Ausrichtung passt. Bis Mitte 2027 soll diese abgeschlossen sein.
Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich hat ein Kaufangebot für den australischen Lebensversicherer Clearview vorgelegt. Mit einem Preis von 0,65 australischen Dollar (rund 0,39 Euro) pro Aktie wird Clearview mit rund 415 Millionen australischen Dollar (rund 250 Millionen Euro) bewertet. Der Verwaltungsrat von Clearview empfiehlt die Annahme des Angebots. Crescent Capital Partners, größter Aktionär von Clearview mit 25,4 Prozent, unterstützt den Deal.
Info
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Frederic Haupt ist Redakteur bei FINANCE und betreut schwerpunktmäßig die Themen Private-Equity und M&A. Er hat Journalismus und Unternehmenskommunikation an der Media University (ehemals HMKW) studiert. Nach dem Studium hat er sein Volontariat bei F.A.Z. Business Media absolviert und dabei neben FINANCE für weitere Publikationen des Verlags gearbeitet, unter anderem für die Personalwirtschaft und das Wir-Magazin.
