PE-Investor Bridgepoint kauf AHT Cooling von Quadriga Capital

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04.09.13
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PE-Investor Bridgepoint kauft österreichische AHT Cooling

Der PE-Investor Bridgepoint will die österreichische AHT Cooling Systems von Quadriga Capital und der Partners Group übernehmen. Der M&A-Deal hat ein Volumen von 585 Millionen Euro. Nach Zustimmung der Kartellbehörden soll die Transaktion noch im Oktober abgeschlossen werden.

AHT und den PE-Investor Quadriga verbindet eine lange und wechselhafte Geschichte: Quadriga hatte AHT erstmals 2003 für 35 Millionen Euro gekauft und von der Börse genommen. Zum 1. Januar 2005 verkaufte der PE-Investor seine Anteile an das zur deutschen Harald Quandt Gruppe gehörende Beteiligungsunternehmen Equita, kaufte sie jedoch knapp zwei Jahre später schon wieder zurück. Seit 2007 ist gemeinsam mit Quadriga auch die Partners Group investiert. Die Partners Group erwartet nach eigenen Angaben einen IRR von etwa 25 Prozent auf das investierte Kapital. Auch für Quadriga wäre ein erfolgreicher Exit wichtig. Beim Portfoliounternehmen Eterna läuft es zurzeit alles andere als rund, Quadriga musste dort mit einem Gesellschafterdarlehen in den Nachrang treten.

Bridgepoint setzt auf Schwellenländer

Laut AHT-Chairman Philipp Jacobi ist der Umsatz des Unternehmens mit Quadriga als Mehrheitseigentümer innerhalb von zehn Jahren ausgehend von 80 Millionen Euro stark gewachsen. AHT Cooling produziert mit 1.100 Mitarbeitern Kühl- und Gefriergeräte für den Lebensmitteleinzelhandel. Für 2013 wird ein Umsatz von mehr als 330 Millionen Euro erwartet. Dem Käufer Bridgepoint zufolge hat das Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren seinen Umsatz jährlich um durchschnittlich 10 Prozent gesteigert. Das Unternehmen setzt auf einen Trend zu Geräten mit integriertem Kühlkompressor, die umweltfreundlicher und leichter zu installieren sein sollen als Geräte mit externem Kompressor. 

Die Finanzierung des M&A-Deals haben ING, Societe Generale und Unicredit begleitet. Bridgepoint wurde zudem beraten von Jefferies und Unicredit (M&A), Freshfields (legal), BCG (commercial due diligence), PwC (financial, tax), Porsche Consulting und KWN (operational), URS (environmental, social, governance) und Marsh (insurance). Auf Verkäuferseite waren Macquarie und William Blair (M&A), Trummer & Thomas (legal), PwC (commercial), EY (financial) sowie KPMG (tax) mandatiert.

Unter Bridgepoint wird der Schwerpunkt bei AHT weiter auf Internationalisierung liegen, mit einem besonderen Fokus auf den Schwellenländern. Die Technologie und Aftersales-Services von AHT sollen künftig in den Schlüsselmärkten Asien und Lateinamerika verstärkt an den Kunden gebracht werden. Bridgepoint hat im deutschsprachigen Raum zuletzt das Feinchemieunternehmen Cabb von Axa Private Equity übernommen.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de