Goldman und KKR verkaufen weitere Kion-Anteile.

Kion

08.01.14
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PE-Investoren Goldman und KKR setzen Exit bei Kion fort

Goldman Sachs und KKR trennen sich von weiteren Kion-Anteilen. Für 10,7 Prozent der Aktien erzielen die PE-Investoren offenbar 316 Millionen Euro und einen besseren Preis als beim Börsengang.

 

Etwa ein halbes Jahr nach dem Börsengang  des Wiesbadener Gabestaplerherstellers  Kion haben die PE-Investoren Goldman Sachs und KKR ein weiteres Aktienpaket auf den Markt geworfen. Die beiden Großaktionäre teilten mit, dass sie 10,7 Millionen Aktien über die gemeinsam kontrollierte Holdinggesellschaft Superlift verkauft haben. Dies entspricht 10,8 Prozent aller Kion-Aktien. 

Die Anteile konnten Marktinformationen zufolge zu 29,50 Euro platziert werden, damit winkt den Unternehmen aus der Transaktion ein Erlös von 316 Millionen Euro. Mit dem Verkauf des Pakets sinkt die Beteiligung von Goldman und KKR am Gabelstaplerhersteller von 48,6 Prozent auf 38 Prozent.

PE-Investoren erzielen Erlös von 316 Millionen Euro


Der Streubesitz dürfte auf rund 30 Prozent steigen. Weitere 30 Prozent liegen beim chinesischen Weichai Power, dem zweitgrößten Anteilseigner. Zudem haben die Unternehmen vereinbart, zusätzlich 3,3 Prozent an Weichai abzugeben. Superlift versprach, in den kommenden drei Monaten keine weiteren Aktien zu platzieren.

Goldman Sachs und KKR hatten Kion im Juni an die Börse gebracht, zuvor hatten die PE-Investoren einen Teil von Kion an den chinesischen Konzern Weichai Powerabgegeben. Durch den weiteren Anteileverkauf stieg der Wert der frei handelbaren Aktien auf über 900 Millionen Euro, was den möglichen Aufstieg Kions in den Mdax begünstigt.

Die PE-Investoren hatten Kion 2006 von der Linde-Gruppe noch vor der Finanzkrise zu einer hohen Bewertung übernommen, was das Unternehmen infolge der weltweiten Finanzkrise in Probleme stürzte. Diese sind durch die Teilverkäufe und die Kapitalerhöhung durch Weichai inzwischen gelöst. Durch den Börsengang und den Aktienverkauf haben die PE-Investoren bereits einen Erlös von über 700 Millionen Euro erzielt.

Julia.Becker[at]finance-magazin.de