Thomas Treß

Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

Name:
Thomas Treß
Unternehmen:
Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
Ressort:
Finanzen, Organisation
Position:
CFO seit Januar 2006
Ausbildung:
Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim sowie Ausbildung zum Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
Geburtstag:
31.01.1966
Familie:
Verheiratet, keine Kinder
Ehrenamt:
Mitglied der Kommission Finanzen der Deutschen Fußball Liga (DFL)
Hobbies:
Zeitgenössische Kunst

Karriere

Treß arbeitet nach seinem Studium von 1993 bis 1999 bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. In dieser Zeit absolviert er die Fachexamina zum Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Von 1999 bis 2005 arbeitet er bei der Wirtschaftprüfungsgesellschaft RölfsPartner, wo er in der Funktion des Generalbevollmächtigten und Partner unter anderem die Sanierung des BVB verantwortlich begleitet.
Im Oktober 2005 wechselt Treß zu seinem ehemaligen Kunden und wird neben Hans-Joachim Watzke zum zweiten Geschäftsführer der Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH bestellt. Seit Januar 2006 verantwortet er die Ressorts Finanzen und Organisation. Darüber hinaus ist Treß Geschäftsführer der Tochterunternehmen BVB Stadion Holding und Sports & Bytes. Im Februar 2018 verlängert der BVB Treß' Vertrag bis Juni 2022.

Karriere-Highlights:

1) Treß gelingt es gemeinsam mit CEO Hans-Joachim Watzke, den BVB vor einer möglichen Insolvenz im Jahre 2004/2005 zu bewahren und manövriert den Verein erfolgreich durch den Turnaround.

2) Der BVB eilt von einem Rekordjahr zum nächsten: Nach einem Umsatz von 215 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2011/12 steigt der Umsatz bis zum Geschäftsjahres 2016/17 auf 406 Millionen Euro.  

3) Im Jahr 2013 wird Thomas Treß vom FINANCE-Magazin als CFO des Jahres ausgezeichnet.

MEHR zur Person

Thomas Treß, Borussia Dortmund: Der Regisseur im Mittelfeld

Als Spieler wäre BVB-CFO Thomas Treß wohl der weitsichtige Regisseur im Mittelfeld – und nicht der draufgängerische Stürmer. Mit ruhiger Hand und Bedacht hat der Finanzprofi Borussia Dortmund nicht nur vor der Insolvenz gerettet, sondern den Verein auch finanziell wieder an die Spitze der Liga geführt.

Anders als bei vielen anderen Fußball-Managern sind laute Töne nicht der Stil von Thomas Treß. Stattdessen führt er mit ruhiger Hand die Finanzen des Traditionsvereins Borussia Dortmund, der bei Treß‘ Einstieg als CFO Anfang 2006 vor einem Scherbenhaufen stand: Eine unvernünftige Transferpolitik und vor allem aber der Verkauf des Westfalenstadions hatten den Verein an den Rand des Ruins getrieben. Was der BVB für den finanziellen Turnaround brauchte, war ebenfalls ein Profi – den er in Wirtschaftsprüfer Thomas Treß fand.

Sein Handwerk hat Treß bei großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften gelernt: Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er von 1993 bis 1999 zunächst bei PwC und legte in dieser Zeit sowohl seiner Steuerberater- als auch sein Wirtschaftsprüferexamen ab. Später wechselte er zur RölfsPartner und schaffte es dort nicht nur bis zum Partner, sondern kam auch als verantwortlicher Berater für die Sanierung des BVB auch erstmals mit dem Bundesligisten in Kontakt, der ihn Ende 2005 als neuen Geschäftführer neben Hans-Joachim Watzke seinem bisherigen Arbeitgeber abwarb.

Seitdem ist es Treß gelungen, den Verein ohne großes Aufheben wieder auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. Trotz behutsamer Einkaufs- und konservativer Gehaltspolitik ist der BVB nach zwei Deutschen Meisterschaften in Folge (2011 und 2012) und der Teilnahme am Champions-League-Finale 2013 sportlich seit Jahren wieder ganz oben mit dabei – und spielt mit der dritten Champions-League-Teilnahme in Folge auch finanziell wieder vorne mit.

sarah.nitsche[at]finance-magazin.de

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