21.05.12
Finanzabteilung

IASB hat wieder ein deutsches Mitglied

Martin Edelmann ist in das International Accounting Standard Boards (IASB) berufen worden. Damit hat der Standardsetzer wieder ein deutsches Mitglied. Außerdem ist mit dem ehemaligen Leiter Group Accounting der Deutschen Bank ein Praktiker mehr im IASB. Beides sind gute Nachrichten für deutsche CFOs.

Das IASB hat bald wieder ein deutsches Mitglied: Ab 1. Juli wird Martin Edelmann die Arbeit des internationalen Standardsetzers in London unterstützen. Edelmann war von 1997 bis 2011 als Leiter Group Accounting bei der Deutschen Bank verantwortlich für das interne und externe Berichtswesen. Dabei verantwortete er unter anderem auch die Umstellung der Rechnungslegung von US GAAP auf IFRS in 2007. Außerdem war Edelmann von 2006 bis 2011 Mitglied des deutschen Standardsetzers DRSC.

Glücksfall

Für das IASB ist Edelmann ein Glücksfall: Er ist Praktiker und Theoretiker zugleich, was sein Standing sowohl nach Außen wie auch innerhalb des Gremiums stärkt. Außerdem ist er ein anerkannter Experte nicht nur der IFRS, sondern auch der US GAAP. Dies könnte im Rahmen der nach wie vor sehr zähen Konvergenzbemühungen zwischen US GAAP und IFRS von Vorteil sein.

Aber auch deutsche CFOs dürfen sich über die Ernennung von Edelmann als IASB-Mitglied freuen. Denn nachdem die ehemalige Hannover Rück-CFO Elke König aus dem IASB ausgeschieden war, um die Leitung der BaFin zu übernehmen, verloren deutsche CFOs zum einen eine der wenigen Praktiker im Gremium. Praktiker sind wichtig, da sie sich tendenziell ihren ehemaligen Berufskollegen verpflichtet fühlen und sich für unkompliziertere und anwendbare Standards einsetzen. Außerdem verloren die CFOs mit König eine deutsche Stimme: Zwar sind die Mitglieder nicht ihren Ländern verpflichtet, aber natürlich hat ein Deutscher eher Verständnis für die Belange deutscher Bilanzersteller.

katharina.schlueter(*)finance-magazin(.)de