Green Finance liegt im Trend. Daran kann auch die Corona-Pandemie nicht rütteln.

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FINANCE+ 10.09.20
Finanzierungen

Green Finance trotzt Corona

Die Pandemie hat den Run auf Green-Finance-Instrumente nicht gestoppt. Der Markt lockt immer mehr Unternehmen. Umso wichtiger wird, dass er auch künftig hält, was er verspricht.

Der Bondmarkt lief nach dem Coronavirus-bedingten Stillstand gerade erst wieder richtig an, da platzierte E.on auch gleich einen Green Bond. 750 Millionen Euro sammelte der Energiekonzern im März ein und setzte damit ein Zeichen dafür, dass Grünes in der Krise nicht abgeschrieben ist. „Trotz deutlicher Marktverwerfungen in den letzten Wochen aufgrund von Covid-19 konnte sich E.on attraktive Zinskonditionen sichern“, teilte der Konzern damals mit. Der Kupon lag bei 1 Prozent, das Orderbuch war achtfach überzeichnet. Im Mai legte der Konzern sogar noch mal nach, mit einem 500 Millionen Euro schweren Green Bond, parallel zu 1,5 Milliarden Euro klassischen Bonds.

Die Marktzahlen zeigen, dass E.on nicht allein dasteht: Trotz Corona-Schock ist Green Finance bei CFOs immer noch auf der Agenda. Weltweit wurden laut Daten des Beratungshauses Capmarcon in diesem Jahr bis Ende Juli grüne Finanzierungen über 170 Milliarden Euro abgeschlossen. Das ist mehr als im Vorjahreszeitraum, allerdings hat die Wachstumsdynamik abgenommen. Wie eine Analyse des Beratungshauses zeigt, haben vor allem staatliche Stellen dafür gesorgt, dass das Volumen gestiegen ist. Unternehmen haben dagegen nur unwesentlich mehr über den Green-Finance-Markt eingesammelt als von Januar bis Juli 2019.

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