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31.08.17
Finanzierungen

Handelsfinanzierung via Blockchain startet im Dezember

Viele Unternehmen haben heute keinen Zugang zu Handelsfinanzierungen. Die Blockchain-Technologie könnte das ändern. Bereits im Dezember wollen sieben europäische Großbanken eine gemeinsame Plattform an den Start bringen.

Die Blockchain gilt als die Zukunftstechnologie in der Finanzwelt. Nachdem Daimler und die LBBW den ersten Schuldschein mit Hilfe der innovativen Technologie platziert haben, steht das nächste Debüt bevor: Ab Dezember soll eine Blockchain-basierte Plattform für Trade-Finance-Produkte an den Start gehen. „Unser Ziel ist es, anschließend pro Quartal vier Banken anzubinden“, sagt Roberto Mancone aus dem Chief Digital Office der Deutschen Bank. Von 15 Häusern lägen bereits konkrete Anfragen vor.

Das größte deutsche Geldhaus ist eine von sieben europäischen Banken, die im Januar angekündigt hatten, eine Blockchain-Plattform für Handelsfinanzierungen aufzubauen.  Das Angebot von HSBC, Société Générale, Unicredit KBC, Natixis und Rabobank richtet sich vor allem an Mittelständler, die bislang keinen Zugang zu Handelsfinanzierungen haben. 

Blockchain soll Handelsfinanzierung revolutionieren

Komplexe Regulierungen machen es für die Banken schlicht zu teuer, Akkreditive oder andere Trade-Finance-Instrumente für kleine Summen anzubieten. Statt sich damit abzusichern, liefern viele Mittelständler daher notgedrungen auf Rechnung – wenn der Kunde nicht zahlt, bleibt der Exporteur auf dem Verlust sitzen.

Die Blockchain-Technologie soll dieses Dilemma adressieren: „Mit Smart Contracts lässt sich sicherstellen, dass die Auslieferung der Ware erst erfolgt, wenn die vertraglich vereinbarten Bedingungen auf Lieferanten- und Empfängerseite erfüllt sind“, sagt Mancone. Der Weg bis dahin ist allerdings weit.

Wie dies genau funktioniert und welche offenen Fragen es noch gibt, das lesen Sie bei der FINANCE-Schwesterpublikation DerTreasurer.

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