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BMW stärkt konzerneigene Bank mit Integration der Leasingtochter

(sap) Der Autobauer BMW will seine hauseigene Bank stärken und zu einem europaweit tätigen Kreditinstitut ausbauen. Die bisher selbstständige Leasingtochter des Konzerns, die BMW Leasing GmbH, wurde dazu am Freitag vergangener Woche in die BMW Bank eingegliedert, teilte BMW am Dienstag mit. Durch die Verschmelzung erhöhe sich die Bilanzsumme um rund 8 auf jetzt 19 Milliarden Euro, sagte eine Konzernsprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem werde die Refinanzierung einfacher, weil das Einlagengeschäft als Quelle gestärkt werden könne. Für die Kunden gebe es keine wesentlichen Änderungen.

 

Die Leasing GmbH betreute bislang den Angaben zufolge rund 300.000 Verträge von rund 250.000 Kunden. Die Mitarbeiter der Bank haben schon immer die damit zusammenhängenden Prozesse betreut. Die 1971 gegründete BMW Bank fokussiert sich vor allem auf die Händler- und Absatzfinanzierung, daneben bietet sie auch Versicherungen und klassische Bankprodukte wie Spar- oder Tagesgeldkonten an. Das Institut gehört zur Konzernsparte Finanzdienstleistungen. Weltweit werden über drei Millionen Leasing- und Finanzierungsverträge betreut.

 

Um das konzerneigene Kreditinstitut auszubauen, hatte BMW bereits die Finanzdienstleistungsgesellschaften in Spanien und Portugal in Zweigniederlassungen der Bank umgewandelt. 2010 wurde die italienische Gesellschaft integriert. Dies erleichtert der Sprecherin zufolge beispielsweise den Transfer von Geldern. In weiteren europäischen Ländern werde die Integration der Finanzdienstleistungsaktivitäten geprüft, hieß es.

 

Anfang Juli dieses Jahres hatte BMW das Autoleasinggeschäft der niederländischen Bank ING gekauft. Der Kaufpreis betrug 637 Millionen Euro. Lesen Sie hierzu auch: BMW kauft Autoleasinggeschäft von niederländischer Bank ING

 

Quellen: BMW, Reuters, FINANCE

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